USA stehen wegen Abschiebungen von Migranten in Drittländer zunehmend in der Kritik

USA stehen wegen Abschiebungen von Migranten in Drittländer zunehmend in der Kritik
Foto: Vijesti

Die US-Regierung plant Berichten zufolge Abschiebeflüge für Hunderte Afghanen nach Pakistan. Menschenrechtsexperten kritisieren die Praxis der Abschiebung in Drittländer scharf.

Die US-Regierung bereitet Berichten zufolge Abschiebeflüge vor, um Hunderte afghanische Staatsangehörige nach Pakistan zu bringen und von dort letztlich in das von den Taliban regierte Afghanistan zurückzuführen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights First gehören zu den Betroffenen Familienangehörige von Afghanen, die zuvor amerikanische Militärkräfte unterstützt hatten.

Die Entwicklung fällt mit einer breiteren kritischen Prüfung der Abschiebepraxis Washingtons zusammen, nachdem eine von Forbidden Stories angeführte internationale Medienrecherche veröffentlicht wurde. Berichten zufolge wurden mehr als 25.000 Migranten – einige Medien nennen 23.000 – im Rahmen undurchsichtiger Vereinbarungen in 28 Drittländer gebracht, die nicht ihre Herkunftsländer sind. Mehr als ein Dutzend Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben ihre Forderung nach einem sofortigen Ende dieser Politik bekräftigt und warnen, dass den Abgeschobenen ein hohes Risiko von Folter und Verfolgung droht.

Quellen: Avaz, Danas, Index, Klix, Vijesti

Wie Medien es bewerteten

    • N1 Neutral Rahmte die Entwicklungen strikt über die rechtlichen Mechanismen des Supreme Court und ausstehende Gerichtsentscheidungen ein.
    • Vijesti Kritisch Betonte vertrauliche bilaterale Vereinbarungen, Kosten für die Steuerzahler und das schwere persönliche Leid der abgeschobenen Personen.
    • Index Alarmiert Konzentrierte sich vor allem auf dringende Warnungen der UN zu Menschenrechten hinsichtlich Folter- und Misshandlungsrisiken.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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