Russland und Ukraine liefern sich schwere nächtliche Angriffe über die Grenzen hinweg

Russland und Ukraine liefern sich schwere nächtliche Angriffe über die Grenzen hinweg
Foto: FAZ

Russische Streitkräfte starteten einen großflächigen Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine. Ukrainische Drohnen griffen russisches Territorium an. Polen sicherte seinen Luftraum.

Russische Streitkräfte haben in der Nacht einen großflächigen Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine gestartet und dabei Großstädte wie Kiew, Lwiw und Dnipropetrowsk getroffen. Ukrainische Medien berichten von mindestens acht Toten und über einem Dutzend Verletzten, wobei ein Wohngebäude in Krywyj Rih direkt beschädigt wurde. Aufgrund der Nähe der Angriffe zu den NATO-Grenzen ließ das benachbarte Polen Kampfjets aufsteigen, um seinen Luftraum zu sichern.

Vor dem Beschuss forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bürger auf, Schutz zu suchen, und appellierte an die internationalen Partner um zusätzliche Luftabwehrsysteme zum Schutz von Zivilisten.

Gleichzeitig griffen ukrainische Streitkräfte russisches Territorium mit Langstreckendrohnen an. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die Luftabwehr habe über 390 auf die Hauptstadt gerichtete Drohnen abgefangen. Unterdessen berichteten ukrainische Medien von einem Drohnenangriff auf ein Industrie-Stahlwerk in der Region Moskau.

Quellen: FAZ, ORF, Sweden Herald.

Wie Medien es bewerteten

    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Entscheidung als Europas Schritt ein, Kiew mit einem wegweisenden Sanktionspaket zu unterstützen.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die zähen diplomatischen Verhandlungen, die zur Streichung zweier prominenter russischer Oligarchen führten.
    • Der Standard Zustimmend Betonte die Einigung als ein wichtiges Sanktionspaket in Rekordgröße, das die europäische Solidarität mit Kyiv demonstriert.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die diplomatischen Verhandlungen, die dazu führten, dass zwei prominente russische Geschäftsleute von Sanktionen verschont blieben.
    • Der Standard Zustimmend Betonte Europas entschlossenen Schritt, Kyjiw in einem schwierigen diplomatischen Moment mit einem Rekordpaket zu unterstützen.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf politisches Feilschen, das prominenten russischen Oligarchen durch ihre Streichung von den Sanktionen zugutekam.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als kritische europäische Anstrengung ein, die Ukraine angesichts wachsender internationaler Unsicherheit zu unterstützen.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die intensiven diplomatischen Verhandlungen in Brüssel, die zur Streichung zweier Oligarchen führten, um einen Konsens zu sichern.
    • Der Standard Zustimmend Betonte Europas rekordgroßes Sanktionspaket als entscheidenden Schritt zur Unterstützung der Ukraine angesichts internationaler politischer Unsicherheit.
    • Tagesschau Vorsichtig Konzentrierte sich auf diplomatischen Widerstand und Verzögerungen durch Mitgliedstaaten, die Ausnahmen für bestimmte russische Oligarchen anstrebten.
    • Correctiv Kritisch Rahmte die Verhandlungen als beunruhigende Konzession ein, die zwei russischen Oligarchen direkt zugutekommt.
    • Der Standard Zustimmend Hob das Rekord-Sanktionspaket als wichtiges Zeichen europäischer Solidarität mit der Ukraine hervor.
    • FAZ Vorsichtig Konzentrierte sich auf den schwierigen Kompromiss und die politischen Manöver, die zur Verlängerung der Sanktionsliste erforderlich waren.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als entscheidenden europäischen Einsatz zur Unterstützung der Ukraine inmitten diplomatischer Spannungen mit Washington.
    • Correctiv Kritisch Betonte, wie interne EU-Streitigkeiten es letztlich ermöglichten, prominente russische Oligarchen von der Sanktionsliste zu streichen.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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