EU verlängert Russland-Sanktionen nach Kompromiss zu russischen Oligarchen

EU verlängert Russland-Sanktionen nach Kompromiss zu russischen Oligarchen
Foto: Correctiv

Die EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf die Verlängerung der Sanktionen gegen fast 3.000 russische Personen und Organisationen und verabschieden ein neues Sanktionspaket in Rekordgröße.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich nach intensiven Verhandlungen in Brüssel darauf geeinigt, die Sanktionen gegen fast 3.000 russische Personen und Organisationen zu verlängern. Der Kompromiss kam zustande, nachdem Länder wie Frankreich, die Slowakei und Luxemburg darauf bestanden hatten, den Stahlmagnaten Alischer Usmanow und den Bankier Michail Fridman von der Sanktionsliste zu streichen, um zu verhindern, dass das gesamte Sanktionsregime ausläuft.

Neben der Verlängerung verabschiedeten die in Luxemburg tagenden EU-Außenminister ein neues Sanktionspaket in Rekordgröße, das sich gegen den militärisch-industriellen Komplex Russlands richtet. Die aktualisierten Maßnahmen sollen den wirtschaftlichen Druck auf Moskau aufrechterhalten und die Unterstützung für Kiew angesichts sich verändernder internationaler diplomatischer Dynamiken verstärken.

Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.

Wie Medien es bewerteten

    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Einigung als starkes, rekordverdächtiges Zeichen europäischer Solidarität mit der Ukraine ein.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf interne Streitigkeiten und Zugeständnisse, die es vermögenden russischen Persönlichkeiten ermöglichten, den Sanktionen zu entgehen.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Vereinbarung als starkes Rekordpaket zur Unterstützung Kyjiws inmitten diplomatischer Spannungen zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten ein.
    • FAZ Vorsichtig Betonte die schwierigen Kompromisse, die in Brüssel nötig waren, um umfassendere Sanktionen durch die Streichung zweier prominenter russischer Oligarchen von der Liste zu ermöglichen.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die neuen Sanktionen als wichtiges Zeichen europäischer Solidarität mit Kiew angesichts von Zweifeln an der US-Unterstützung ein.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf das politische Feilschen zwischen den Mitgliedstaaten und hob hervor, wie zwei russische Oligarchen von den Verhandlungen profitieren konnten.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Entscheidung als große Anstrengung Europas ein, Kyjiw angesichts sich wandelnder transatlantischer Politik zu unterstützen.
    • Tagesschau Vorsichtig Konzentrierte sich stark auf die interne Spaltung und die vorübergehende Blockade aufgrund von Forderungen der Mitgliedstaaten.
    • Der Standard Zustimmend Hob das umfangreiche neue EU-Sanktionspaket als entscheidenden Ausdruck europäischer Solidarität mit Kyjiw hervor.
    • Tagesschau Vorsichtig Konzentrierte sich auf interne diplomatische Verzögerungen und Uneinigkeit über die Streichung russischer Oligarchen von der Liste.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Verabschiedung des Sanktionspakets als wichtigen europäischen Beitrag zur Unterstützung Kyjiws in einem schwierigen geopolitischen Moment.
    • Correctiv Skeptisch Konzentrierte sich kritisch darauf, wie internes diplomatisches Feilschen gezielten russischen Oligarchen Vorteile durch Streichungen ermöglichte.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich stark darauf, wie interne diplomatische Auseinandersetzungen das Risiko bargen, dass zwei russische Oligarchen von aufgehobenen Sanktionen profitieren.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als entschlossene europäische Anstrengung zur Unterstützung der Ukraine angesichts sich verändernder politischer Dynamiken in den USA ein.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket der EU in Rekordgröße als wichtigen Akt europäischer Unterstützung für Kyjiw ein.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die diplomatische Blockade und die internen Spannungen, die durch die Blockade der Sanktionsverlängerung seitens der Mitgliedstaaten entstanden.
    • Der Standard Zustimmend Betonte die Entscheidung als Europas Schritt, die Ukraine mit einem rekordgroßen Sanktionspaket inmitten geopolitischer Unsicherheit zu unterstützen.
    • Correctiv Kritisch Hob hervor, dass der politische Streit zwei prominenten russischen Oligarchen durch ihre Streichung von der schwarzen Liste zugutekommen könnte.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket der EU als entscheidende europäische Unterstützung für die Ukraine in einer schwierigen Phase ein.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf politisches Feilschen und äußerte Besorgnis darüber, dass russische Oligarchen von Sanktionsausnahmen profitieren.
  • 4. Nov. 2026, 06:00 UTC
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Maßnahmen als entschlossene europäische Anstrengung ein, die Ukraine in einer kritischen geopolitischen Phase zu unterstützen.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die diplomatische Sackgasse und die anfängliche Blockade aufgrund von Forderungen der Mitgliedstaaten nach einer Änderung der Liste.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich darauf, wie interne politische Streitigkeiten über zwei russische Oligarchen das gesamte Sanktionsregime zu gefährden drohten.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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