Israel dementiert Berichte über Militärschlag gegen Iran vor der Wahl

Israel dementiert Berichte über Militärschlag gegen Iran vor der Wahl
Foto: Der Spiegel

Israels Verteidigungsminister Katz dementiert Berichte über einen Militärschlag gegen den Iran vor der Wahl. Die Führung ordnet zudem eine Abriegelung des Westjordanlands an.

Vor den Parlamentswahlen am Dienstag in Israel hat Verteidigungsminister Israel Katz Berichte zurückgewiesen, wonach die Regierung beabsichtigt habe, noch vor der Abstimmung militärisch gegen den Iran vorzugehen. Seine Erklärung reagierte auf israelische Medienberichte, die von einer "unprecedented confrontation" zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Generalstabschef Eyal Zamir über geplante, mit Teheran verbundene Operationen sprachen.

Oppositionsführer Yair Golan warnte davor, unter Netanyahus Führung in einen neuen Konflikt einzutreten, und argumentierte, der Ministerpräsident verfüge nicht über das notwendige öffentliche Vertrauen.

Gleichzeitig wies die israelische Führung das Militär an, eine vollständige Abriegelung des Westjordanlands vorzubereiten. Die Anweisung folgt auf einen gewaltsamen Angriff nahe Hebron, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden, sowie auf die Tötung zweier Verdächtiger durch Sicherheitskräfte.

Quellen: Der Spiegel, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.

Wie Medien es bewerteten

    • Der Spiegel Kritisch Hob Warnungen der Opposition hervor, dass Netanyahu nicht über das nötige öffentliche Vertrauen verfüge, um einen neuen militärischen Konflikt mit dem Iran zu führen.
    • Tagesschau Neutral Konzentrierte sich vor allem auf militärische Vorbereitungen zur Abriegelung des Westjordanlands nach gewaltsamen Vorfällen nahe Hebron.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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