UN-Experten fordern nach Medienanfrage Stopp von Drittstaaten-Abschiebungen der USA

UN-Experten fordern nach Medienanfrage Stopp von Drittstaaten-Abschiebungen der USA
Foto: Vijesti

UN-Experten fordern nach einer internationalen Medienrecherche einen Stopp der Drittstaaten-Abschiebungen der USA; zugleich sollen Hunderte afghanische Häftlinge nach Pakistan gebracht werden.

Eine gemeinsame internationale Medienrecherche unter der Leitung von Forbidden Stories hat ergeben, dass die Regierung der Vereinigten Staaten bis Ende August mindestens 25.447 Migranten im Rahmen undurchsichtiger Vereinbarungen in 28 Drittstaaten abgeschoben hat. Den Erkenntnissen zufolge wurden rund 20.000 Personen nach Mexiko gebracht, während über 5.000 in Länder überstellt wurden, zu denen sie zuvor keine Verbindungen hatten, darunter Asylsuchende mit anerkannten Ängsten vor Verfolgung.

Nach den Enthüllungen forderten mehr als zehn Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen Washington auf, Drittstaaten-Abschiebungen unverzüglich einzustellen, und verwiesen auf erhebliche Risiken von Folter, Misshandlung und Vertreibung. Gleichzeitig berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights First, dass die US-Regierung Flüge vorbereitet, um Hunderte afghanische Häftlinge nach Pakistan zu bringen und anschließend in das von den Taliban kontrollierte Afghanistan zurückzuführen. Unter den von einer möglichen Abschiebung Betroffenen sind auch Angehörige von Personen, die amerikanischen Streitkräften geholfen haben.

Quellen: Avaz, Danas, Index, Klix, Vijesti

Quellen

Frühere Berichterstattung

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