Kiew von russischen Raketen angegriffen, während Ukraine über nordkoreanische Militärbeteiligung berichtet

Kiew von russischen Raketen angegriffen, während Ukraine über nordkoreanische Militärbeteiligung berichtet
Foto: Hartpunkt

Russische Raketenangriffe auf Kiew lösen Brände aus. Ukraine meldet nordkoreanische Beteiligung. Selenskyj: Russland will 30.000 Nordkoreaner stationieren.

Russische Streitkräfte haben in der Nacht ballistische Raketenangriffe auf Kiew gestartet, die durch herabfallende Trümmer in drei Bezirken Brände auslösten, wie lokale Behörden berichteten. In einem damit zusammenhängenden Vorfall nahmen ukrainische Beamte den Hauptorganisator einer militärischen Ausstellung westlich von Kiew fest, die von einer russischen Rakete getroffen wurde, und verwiesen auf offizielle Fahrlässigkeit, die zu zehn Toten und etwa 100 Verletzten führte.

Gleichzeitig behauptete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Russland plane, 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch zu stationieren und von Pjöngjang neue ballistische Raketenwerfer zu beschaffen. Die Entwicklungen folgen auf ukrainische Drohnenangriffe auf Logistikzentren des russischen E-Commerce-Riesen Wildberries, die einen Schaden von schätzungsweise 1,3 Milliarden US-Dollar verursachten. Mit Blick auf den geopolitischen Hintergrund erklärte der Historiker Timothy Snyder, der russische Präsident Wladimir Putin sei politisch nicht in der Lage, die Invasion aus eigener Initiative zu beenden.

Quellen: Der Standard, Hartpunkt, ORF

Wie Medien es bewerteten

    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Entscheidung als Europas Schritt ein, Kiew mit einem wegweisenden Sanktionspaket zu unterstützen.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die zähen diplomatischen Verhandlungen, die zur Streichung zweier prominenter russischer Oligarchen führten.
    • Der Standard Zustimmend Betonte die Einigung als ein wichtiges Sanktionspaket in Rekordgröße, das die europäische Solidarität mit Kyiv demonstriert.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die diplomatischen Verhandlungen, die dazu führten, dass zwei prominente russische Geschäftsleute von Sanktionen verschont blieben.
    • Der Standard Zustimmend Betonte Europas entschlossenen Schritt, Kyjiw in einem schwierigen diplomatischen Moment mit einem Rekordpaket zu unterstützen.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf politisches Feilschen, das prominenten russischen Oligarchen durch ihre Streichung von den Sanktionen zugutekam.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als kritische europäische Anstrengung ein, die Ukraine angesichts wachsender internationaler Unsicherheit zu unterstützen.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die intensiven diplomatischen Verhandlungen in Brüssel, die zur Streichung zweier Oligarchen führten, um einen Konsens zu sichern.
    • Der Standard Zustimmend Betonte Europas rekordgroßes Sanktionspaket als entscheidenden Schritt zur Unterstützung der Ukraine angesichts internationaler politischer Unsicherheit.
    • Tagesschau Vorsichtig Konzentrierte sich auf diplomatischen Widerstand und Verzögerungen durch Mitgliedstaaten, die Ausnahmen für bestimmte russische Oligarchen anstrebten.
    • Correctiv Kritisch Rahmte die Verhandlungen als beunruhigende Konzession ein, die zwei russischen Oligarchen direkt zugutekommt.
    • Der Standard Zustimmend Hob das Rekord-Sanktionspaket als wichtiges Zeichen europäischer Solidarität mit der Ukraine hervor.
    • FAZ Vorsichtig Konzentrierte sich auf den schwierigen Kompromiss und die politischen Manöver, die zur Verlängerung der Sanktionsliste erforderlich waren.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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