EU verlängert Russland-Sanktionen nach Streichung zweier Oligarchen von der Liste

Die EU verlängert ihre Sanktionen gegen fast 3.000 Personen und Organisationen mit Russland-Bezug, nachdem Alisher Usmanov und Mikhail Fridman von der Liste gestrichen wurden.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich darauf verständigt, die Sanktionen gegen fast 3.000 Personen und Organisationen mit Verbindungen zu Russlands Invasion in der Ukraine zu verlängern. Zuvor hatten Verhandlungen über die Aufnahme mehrerer prominenter Geschäftsleute stattgefunden.
Die Verlängerung war zunächst aufgrund von Einwänden von Mitgliedstaaten wie Frankreich, der Slowakei und Luxemburg verzögert worden, die die Streichung bestimmter Personen von der Sanktionsliste gefordert hatten. Im Rahmen einer von EU-Diplomaten in Brüssel erzielten Einigung wurden der Stahlmagnat Alisher Usmanov und der Bankier Mikhail Fridman aus dem Sanktionsregister entfernt, was den Weg für die Erneuerung des umfassenderen Regimes frei machte.
Der Kompromiss ermöglicht es der EU, ihre Vermögenssperren, Reiseverbote und Handelsbeschränkungen aufrechtzuerhalten und zugleich ihr neuestes Wirtschaftspaket zu verabschieden, das Kiew unterstützen soll.
Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.
Wie Medien es bewerteten
- 15. Okt. 2026, 23:30 UTC
- Der Standard Zustimmend Rahmte die Entscheidung als Europas Schritt ein, Kiew mit einem wegweisenden Sanktionspaket zu unterstützen.
- FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die zähen diplomatischen Verhandlungen, die zur Streichung zweier prominenter russischer Oligarchen führten.
- Der Standard Zustimmend Betonte die Einigung als ein wichtiges Sanktionspaket in Rekordgröße, das die europäische Solidarität mit Kyiv demonstriert.
- FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die diplomatischen Verhandlungen, die dazu führten, dass zwei prominente russische Geschäftsleute von Sanktionen verschont blieben.
- Der Standard Zustimmend Betonte Europas entschlossenen Schritt, Kyjiw in einem schwierigen diplomatischen Moment mit einem Rekordpaket zu unterstützen.
- Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf politisches Feilschen, das prominenten russischen Oligarchen durch ihre Streichung von den Sanktionen zugutekam.
- Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als kritische europäische Anstrengung ein, die Ukraine angesichts wachsender internationaler Unsicherheit zu unterstützen.
- FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die intensiven diplomatischen Verhandlungen in Brüssel, die zur Streichung zweier Oligarchen führten, um einen Konsens zu sichern.
- Der Standard Zustimmend Betonte Europas rekordgroßes Sanktionspaket als entscheidenden Schritt zur Unterstützung der Ukraine angesichts internationaler politischer Unsicherheit.
- Tagesschau Vorsichtig Konzentrierte sich auf diplomatischen Widerstand und Verzögerungen durch Mitgliedstaaten, die Ausnahmen für bestimmte russische Oligarchen anstrebten.
- Correctiv Kritisch Rahmte die Verhandlungen als beunruhigende Konzession ein, die zwei russischen Oligarchen direkt zugutekommt.
- Der Standard Zustimmend Hob das Rekord-Sanktionspaket als wichtiges Zeichen europäischer Solidarität mit der Ukraine hervor.
- FAZ Vorsichtig Konzentrierte sich auf den schwierigen Kompromiss und die politischen Manöver, die zur Verlängerung der Sanktionsliste erforderlich waren.
- Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als entscheidenden europäischen Einsatz zur Unterstützung der Ukraine inmitten diplomatischer Spannungen mit Washington.
- Correctiv Kritisch Betonte, wie interne EU-Streitigkeiten es letztlich ermöglichten, prominente russische Oligarchen von der Sanktionsliste zu streichen.
Quellen
- ORF — Frist für Verlängerung von Russland-Sanktionen verschoben
- Tagesschau — Verlängerung von EU-Sanktionen gegen Russland vorerst blockiert
- FAZ — Einigung in Brüssel: EU-Staaten streichen zwei Oligarchen von Sanktionsliste
- Correctiv — Kampf um die EU‑Sanktionen: Zwei russische Oligarchen könnten die Nutznießer sein
- Der Standard — Europa springt Kyjiw mit neuem Rekord-Sanktionspaket gegen Russland zur Seite
Frühere Berichterstattung
- 16. Okt. 2026, 19:00 UTCEU verlängert Russland-Sanktionen nach Kompromiss zur Einzelliste
- 16. Okt. 2026, 12:30 UTCEU einigt sich auf Verlängerung der Russland-Sanktionen nach Streichung von zwei Oligarchen
- 16. Okt. 2026, 11:30 UTCEU verlängert Russland-Sanktionen nach Kompromiss zur Streichung von Oligarchen
- 16. Okt. 2026, 07:00 UTCEU verlängert Russland-Sanktionen nach Streichung zweier Oligarchen von der Liste
- 16. Okt. 2026, 06:30 UTCEU verlängert Russland-Sanktionen nach Kompromiss zu Oligarchen-Streichungen
- 16. Okt. 2026, 05:00 UTCEuropäische Union einigt sich auf Verlängerung der Russland-Sanktionen nach Streichung zweier Geschäftsleute
- 15. Okt. 2026, 13:00 UTCDeutsche Sicherheitsbehörden verfolgen über 100 mutmaßliche staatlich unterstützte Hybridangriffe
- 15. Okt. 2026, 12:00 UTCDeutsche Behörden untersuchen zahlreiche mutmaßliche ausländische Hybridangriffe
- 14. Okt. 2026, 22:30 UTCDeutsche Behörden untersuchen weitverbreitete ausländische Operationen hybrider Kriegsführung
- 14. Okt. 2026, 21:00 UTCDeutsche Behörden untersuchen ausländisch unterstützte hybride Angriffe und nehmen grenzüberschreitende Festnahmen vor