Italienische Behörden prüfen Terrorvorwürfe nach Zusammenstößen an Bahnbaustelle im Val di Susa

Italienische Behörden prüfen Terrorvorwürfe nach Zusammenstößen an Bahnbaustelle im Val di Susa
Foto: Corriere della Sera

Italienische Behörden prüfen Terrorvorwürfe nach Zusammenstößen an der Bahnbaustelle im Val di Susa. Massenidentitätskontrollen an 1.500 Personen, zwei Deutsche festgenommen.

Italienische Polizeibeamte haben ihre Ermittlungen zu gewaltsamen Zusammenstößen an der Baustelle Chiomonte für die Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Turin-Lyon im Val di Susa ausgeweitet. Die Behörden führten bei einer Veranstaltung in Venaus Massenidentitätskontrollen an rund 1.500 Personen durch, filmten systematisch die Menschen, während sie ihre Ausweisdokumente vorzeigten. Bei der Aktion wurden zwei deutsche Staatsbürger festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob für die Anklagepunkte im Zusammenhang mit dem Angriff, bei dem rund 130 Polizisten verletzt und Einrichtungen auf dem Gelände zerstört wurden, erschwerende terroristische Umstände geltend gemacht werden können. Beschreibungen des Geländes heben ausgebrannte Fahrzeuge und verwüstete Strukturen hervor und bezeichnen es als den schwersten Angriff auf den Standort seit 2011.

Quellen: Corriere della Sera, Il Sole 24 Ore, La Stampa.

Wie Medien es bewerteten

    • Il Sole 24 Ore Kritisch Hob hervor, dass Regierungsminister die Gewalt als politische Aggression von linker Seite darstellten.
    • Corriere della Sera Neutral Berichtete über offizielle politische Verurteilungen sowie über Aussagen der No-TAV-Demonstranten und Bedenken der Opposition zu den steigenden Projektkosten.
    • Il Sole 24 Ore Alarmiert Betonte Zitate von Regierungsministern, die die Auseinandersetzung als schändliche Guerillakriegsführung und gewalttätige Früchte der politischen Linken darstellten.
    • Corriere della Sera Neutral Beschrieb politische Reaktionen über Parteigrenzen hinweg und hob sowohl die Einigkeit gegen die Gewalt als auch Oppositionsargumente zum Nutzen und den Kosten des Projekts hervor.
    • Il Sole 24 Ore Kritisch Betonte, dass Regierungsminister direkt die linke politische Rhetorik für die Gewalt am Bahnbauplatz verantwortlich machten.
    • Corriere della Sera Neutral Zeigte die Reaktionen über Parteigrenzen hinweg auf und wog die Verurteilung der Gewalt durch die Opposition gegen ihre anhaltenden Einwände gegen die Kosten des Projekts ab.
    • Il Sole 24 Ore Kritisch Betonte die scharfen Verurteilungen durch Regierungsminister und stellte die Gewalt als politisch motivierte Guerillakriegsführung dar.
    • Corriere della Sera Neutral Konzentrierte sich auf detaillierte Vor-Ort-Berichte über die Schäden im Chiomonte-Gelände sowie Aussagen sowohl von Polizei als auch von Demonstranten.
    • La Stampa Neutral Konzentrierte sich auf parlamentarische Spannungen und konkurrierende Gesetzesvorschläge zwischen den Koalitionspartnern Fratelli d'Italia und Lega nach der Gewalt.
    • Il Sole 24 Ore Kritisch Hob die scharfen Verurteilungen der Kabinettsminister hervor, die die Angriffe als schändliche politische Guerillakämpfe darstellten.
    • Corriere della Sera Neutral Betonte die Anzahl verletzter Polizisten, die physische Zerstörung vor Ort und umfangreiche Identifizierungsmaßnahmen der Strafverfolgungsbehörden.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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