Hochgeschwindigkeitsbahn-Baustelle im Val Susa nach gewaltsamen Protesten schwer beschädigt

Nexus Europa Redaktion
Hochgeschwindigkeitsbahn-Baustelle im Val Susa nach gewaltsamen Protesten schwer beschädigt
Foto: Corriere della Sera

Nach gewaltsamen Protesten von No-TAV-Demonstranten erleidet die Hochgeschwindigkeitsbahn-Baustelle im Val Susa schwere Schäden. Rund 130 Einsatzkräfte wurden verletzt.

Italienische Behörden und Ermittler bewerten die umfangreichen Schäden auf der Baustelle in Chiomonte für das Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt Turin–Lyon nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit No-TAV-Demonstranten. Aktualisierte Berichte bestätigen, dass bei den Unruhen rund 130 Einsatzkräfte verletzt wurden, darunter 68 Carabinieri, 18 Finanzpolizisten und etwa 50 Polizeibeamte. Die Behörden haben fast 450 Personen identifiziert, die mit der Zerstörung in Verbindung stehen, bei der zwei Carabinieri-Fahrzeuge zerstört und Infrastruktur verkohlt wurde.

Die Unruhen stießen auf scharfe Verurteilung durch italienische Kabinettsmitglieder. Vizepremier Matteo Salvini bezeichnete die Angriffe als inakzeptabel, während Außenminister Antonio Tajani die Auseinandersetzungen als schändliche Guerillakriegsführung charakterisierte. No-TAV-Organisatoren verteidigten die Demonstration hingegen als "great day of struggle" und behaupteten, die Sicherheitskräfte hätten unangemessene Aggression gezeigt.

Quellen: Corriere della Sera, Il Sole 24 Ore, ORF

Wie Medien es bewerteten

    • Il Sole 24 Ore Kritisch Hob hervor, dass Regierungsminister die Gewalt als politische Aggression von linker Seite darstellten.
    • Corriere della Sera Neutral Berichtete über offizielle politische Verurteilungen sowie über Aussagen der No-TAV-Demonstranten und Bedenken der Opposition zu den steigenden Projektkosten.
    • Il Sole 24 Ore Alarmiert Betonte Zitate von Regierungsministern, die die Auseinandersetzung als schändliche Guerillakriegsführung und gewalttätige Früchte der politischen Linken darstellten.
    • Corriere della Sera Neutral Beschrieb politische Reaktionen über Parteigrenzen hinweg und hob sowohl die Einigkeit gegen die Gewalt als auch Oppositionsargumente zum Nutzen und den Kosten des Projekts hervor.
    • Il Sole 24 Ore Kritisch Betonte, dass Regierungsminister direkt die linke politische Rhetorik für die Gewalt am Bahnbauplatz verantwortlich machten.
    • Corriere della Sera Neutral Zeigte die Reaktionen über Parteigrenzen hinweg auf und wog die Verurteilung der Gewalt durch die Opposition gegen ihre anhaltenden Einwände gegen die Kosten des Projekts ab.
  • 28. Juli 2026, 01:30 UTC
    • Il Sole 24 Ore Kritisch Betonte die scharfen Verurteilungen durch Regierungsminister und stellte die Gewalt als politisch motivierte Guerillakriegsführung dar.
    • Corriere della Sera Neutral Konzentrierte sich auf detaillierte Vor-Ort-Berichte über die Schäden im Chiomonte-Gelände sowie Aussagen sowohl von Polizei als auch von Demonstranten.
    • La Stampa Neutral Konzentrierte sich auf parlamentarische Spannungen und konkurrierende Gesetzesvorschläge zwischen den Koalitionspartnern Fratelli d'Italia und Lega nach der Gewalt.
    • Il Sole 24 Ore Kritisch Hob die scharfen Verurteilungen der Kabinettsminister hervor, die die Angriffe als schändliche politische Guerillakämpfe darstellten.
    • Corriere della Sera Neutral Betonte die Anzahl verletzter Polizisten, die physische Zerstörung vor Ort und umfangreiche Identifizierungsmaßnahmen der Strafverfolgungsbehörden.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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