EU verlängert Russland-Sanktionen und streicht zwei Oligarchen von der Liste

Nexus Europa Redaktion
EU verlängert Russland-Sanktionen und streicht zwei Oligarchen von der Liste
Foto: Correctiv

Die EU verlängert ihre Sanktionen gegen fast 3.000 russische Personen und Einrichtungen und streicht im Gegenzug zwei Oligarchen von der Liste. Zugleich verabschieden die Außenminister das größte Sanktionspaket bisher.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich darauf verständigt, die Sanktionen gegen nahezu 3.000 russische Personen und Einrichtungen zu verlängern, nachdem über den Ausschluss einzelner Personen verhandelt wurde. Um die einstimmige Unterstützung zu wahren und das automatische Auslaufen des umfassenderen Sanktionsregimes zu verhindern, erklärten sich die Mitgliedstaaten bereit, den Stahlmagnaten Alischer Usmanow und den Finanzier Michail Fridman von der Liste der Reiseverbote und Vermögenssperren zu streichen. Der Kompromiss folgte auf Einwände aus Frankreich, der Slowakei und Luxemburg. Zugleich verabschiedeten die in Luxemburg tagenden EU-Außenminister das bislang größte Sanktionspaket des Bündnisses, das auf Russlands Kriegswirtschaft, Energieexporte und die Finanznetzwerke, die Moskau stützen, abzielt.

Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau

Wie Medien es bewerteten

  • 23. Okt. 2026, 05:30 UTC
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als einen entscheidenden europäischen Beitrag zur Unterstützung der Ukraine nach geopolitischen Reibungen mit Washington ein.
    • Correctiv Kritisch Betonte, dass russische Oligarchen von den diplomatischen Kompromissen profitieren würden, die zur Verlängerung des umfassenderen Sanktionsregimes erforderlich waren.
    • Correctiv Kritisch Betonte, wie interne EU-Verhandlungen letztlich zwei russischen Geschäftsleuten zugutekamen, indem sie den Sanktionen entgingen.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Verabschiedung der Rekordsanktionen als wesentliche europäische Unterstützung für Kiew angesichts breiterer geopolitischer Unsicherheiten ein.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die neuen Sanktionen als wichtige europäische Unterstützung für die Ukraine nach diplomatischen Spannungen zwischen Kiew und Washington ein.
    • Correctiv Kritisch Betonte das Risiko, dass interne EU-Streitigkeiten und Verfahrensfristen dazu führen würden, dass prominente russische Oligarchen von Streichungen profitieren.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf internes politisches Feilschen und warnte, dass politische Rangeleien prominente russische Oligarchen begünstigen könnten.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Rekord-Sanktionspaket als entscheidende europäische Unterstützung für Kiew nach dem diplomatischen Zerwürfnis mit Washington.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das Vorgehen der EU als wichtiges Zeichen europäischer Solidarität mit Kiew nach politischen Verschiebungen in Washington ein.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die interne diplomatische Blockade durch Mitgliedstaaten, die Ausnahmen für bestimmte Oligarchen forderten.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf den hart erkämpften Kompromiss, der die umfassendere Verlängerung der Sanktionen durch die Verschonung zweier Wirtschaftsführer ermöglichte.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Sanktionsentscheidung als wesentliche europäische Solidarität und Unterstützung für die Ukraine angesichts geopolitischer Spannungen mit Washington ein.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die anfängliche diplomatische Blockade und politische Streitigkeiten unter den Mitgliedstaaten über Oligarchen-Ausnahmen.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das umfassendere Sanktionspaket als starke europäische Geste der Unterstützung für die Ukraine angesichts sich verändernder internationaler Dynamiken.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich analytisch auf die harten diplomatischen Verhandlungen, die erforderlich waren, um bestimmte Oligarchen zu streichen und die Einstimmigkeit der EU zu wahren.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das umfassendere Sanktionspaket als einen wichtigen Rekordversuch Europas ein, nach politischen Verschiebungen in Washington an der Seite Kyjiws zu stehen.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die internen diplomatischen Reibungen und die anfängliche Blockade der Verlängerung aufgrund der Forderungen der Mitgliedstaaten nach Ausnahmen für Oligarchen.
    • FAZ Vorsichtig Rahmte das Ergebnis um die erheblichen politischen Zugeständnisse ein, damit zwei russische Oligarchen von den laufenden Sanktionen verschont bleiben.
    • Der Standard Zustimmend Betonte den historischen Umfang des in Luxemburg gebilligten neuen Sanktionspakets als wichtige europäische Unterstützung für die Ukraine.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket der EU als zentrale Initiative zur Unterstützung der Ukraine inmitten geopolitischer Unsicherheit ein.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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