Keine Beweise: Generalstaatsanwaltschaft hat ukrainische Beteiligung an Nord-Stream-Sabotage nicht festgestellt

Isla Chisholm
Veröffentlicht 9. Juli 2026 · 0 Aufrufe
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Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat keine Beweise für eine Beteiligung des ukrainischen Staates an der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines gefunden, während die deutschen Ermittlungen fortgesetzt werden.

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„Ukrainian state authorities were behind the 2022 sabotage of the Nord Stream gas pipelines linking Russia with Europe, German prosecutors said on July 1.

In a statement detailing the charges brought against suspect Serhii K. on Wednesday, prosecutors said that he and six accomplices had acted "on the orders of state authorities in Ukraine."

The suspect is Serhii Kuznietsov, Ukrainian veteran who was extradited to Germany in November 2025.

Beweissammlung noch im Gange

Die ukrainische Strafverfolgung untersucht die Sabotage der Nord-Stream-1- und Nord-Stream-2-Pipelines. Dieser Fall ist Teil von Strafverfahren zum russischen Krieg gegen die Ukraine und anderen mutmaßlichen Straftaten. Die Ermittler prüfen Informationen im Zusammenhang mit der Pipeline-Sabotage und befragen Zeugen.

„At present, no evidence has been established indicating the involvement of the Ukrainian state, its authorized institutions, or officials in these unlawful acts, or that they issued, on behalf of Ukraine, any orders, directives, instructions, or other commands to carry out the sabotage of the pipelines," hieß es in der Erklärung.

„Ukraine is ready to assist in establishing the full truth about the circumstances."

Nord-Stream-Explosion

2022 wurden drei der vier Pipelines der Nord-Stream-1- und Nord-Stream-2-Gasleitungen in der Ostsee nahe Dänemark durch Explosionen in etwa 80 Metern Tiefe zerstört.

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Jahrelang floss russisches Gas durch diese Pipelines nach Deutschland. Beide Pipelines sind derzeit außer Betrieb.

Der vom Kreml kontrollierte russische Energieriese Gazprom hält eine Mehrheitsbeteiligung von 51 % an der Schweizer Nord Stream AG.

Deutsche Medien berichteten, dass drei ukrainische Taucher an den Angriffen auf Nord Stream beteiligt waren. Die deutsche Staatsanwaltschaft erließ einen europäischen Haftbefehl gegen einen von ihnen.

Zwei ukrainische Verdächtige wurden festgenommen, einer in Italien und einer in Polen.

Im November 2025 übergab Rom den Verdächtigen an die deutschen Ermittler.

Die polnischen Behörden weigerten sich, den festgenommenen Ukrainer auszuliefern, der daraufhin aus der Haft entlassen wurde.

Nur Deutschland ermittelt noch

Deutsche Ermittler behaupten, dass Serhii Kuznietsov, ein ehemaliger ukrainischer Soldat, die Yacht „Andromeda" kommandierte, von der aus ein Team von Tauchern den Angriff auf die Pipelines durchgeführt haben soll.

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Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Anklage des deutschen Bundesstaatsanwalts im Fall der Nord-Stream-Sabotage und erklärte, sie arbeite weiterhin mit den zuständigen deutschen Behörden zusammen.

Die Staatsanwälte erklärten, die Anklage gegen Kuznietsov dürfe nicht als Beweis seiner Schuld interpretiert werden.

„A person's guilt can only be established by a court verdict," fügten sie hinzu.

Am 1. Juli klagte die deutsche Staatsanwaltschaft Kuznietsov an. Er befindet sich nun in Hamburg in Untersuchungshaft, wo ihm der Prozess gemacht wird.

Die ukrainische Regierung bestritt jegliche Beteiligung an der mutmaßlichen Sabotage.

Deutschland ist das einzige Land, das noch zu den Explosionen ermittelt, während die Nachbarländer Dänemark und Schweden ihre Untersuchungen 2024 einstellten, ohne jemanden zur Rechenschaft zu ziehen.

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