Chemiewaffen in der Ostsee: Europas Erbe von 40.000 Tonnen

Elise Aranda
Veröffentlicht 1. November 2026 · 10 Aufrufe
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Chemiewaffen in der Ostsee: Europas Erbe von 40.000 Tonnen
Editorial Collage

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden rund 40.000 Tonnen chemische Munition in der Ostsee versenkt. Wissenschaft, Räumungstechnik und neue Infrastruktur bringen das Erbe ans Licht.

Im April 2012 hoben zwei Frauen, die an einem Strand auf der deutschen Ostseeinsel Usedom entlanggingen, Berichten zufolge Gegenstände auf, die wie Bernsteinbrocken aussahen. Die Objekte waren kein Bernstein. Es waren Fragmente von weißem Phosphor, einer hochgefährlichen Brandsubstanz, die durch militärische Aktivitäten im Krieg zurückblieb. Beide Frauen erlitten schwere Verbrennungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Der Vorfall veranschaulicht ein Problem, das entlang von Teilen der Ostseeküste seit Jahrzehnten besteht. Militärische Materialien, die während des Zweiten Weltkriegs und in dessen Folgezeit abgelagert wurden, sind nicht verschwunden. Einige liegen noch unter Sediment begraben, andere offen auf dem Meeresboden, und bestimmte Substanzen können schließlich an Land gespült werden.

Weiter draußen auf See ist der Maßstab deutlich größer.

Nach Angaben der Helsinki-Kommission, kurz HELCOM, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg etwa 40.000 Tonnen chemischer Munition in die Ostsee versenkt. Sie enthielten ursprünglich schätzungsweise 15.000 Tonnen chemischer Kampfstoffe, darunter Schwefel-Lost und arsenhaltige Verbindungen.

Diese Zahlen beschreiben die historisch abgelagerten Mengen, nicht die heute verbliebene Menge aktiven chemischen Materials. Jahrzehnte der Korrosion, des chemischen Abbaus und der Bewegung von Meeresbodensedimenten haben den Zustand der Waffen verändert. Ihre genauen Standorte sind nicht immer bekannt.

Die Herausforderung beschränkt sich nicht mehr auf den Umweltschutz. Die Ostsee wird zudem zu einem immer wichtigeren Korridor für Offshore-Windkraft, Stromverbindungen, Telekommunikationskabel und andere Infrastruktur. Bau- und Wartungsarbeiten können Beschäftigte mit Munition in Kontakt bringen, die seit Generationen unter Wasser liegt.

Europäische Regierungen investieren nun in Technologien, um diese Waffen zu lokalisieren, zu bergen und zu entsorgen. Doch die wissenschaftliche Evidenz zeigt ein komplizierteres Bild als die geläufige Beschreibung einer tickenden Umweltzeitbombe. Einige Formen der Kontamination sind bereits messbar. Andere sind nach wie vor kaum verstanden. Und die Bergung verfallender Munition kann selbst Umwelt- und Sicherheitsrisiken mit sich bringen.

Wie Europas Chemiewaffenarsenal auf den Meeresboden gelangte

Die Versenkungsaktionen begannen, als Europa aus den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hervorging.

Deutschland hatte große Mengen chemischer Waffen angehäuft, darunter Artilleriegranaten, Fliegerbomben und mit Giftstoffen gefüllte Behälter. Nach der Niederlage des Landes standen die Besatzungsmächte vor der gewaltigen Aufgabe, die militärische Infrastruktur abzubauen und Waffen zu entsorgen, die nicht länger eingelagert bleiben konnten.

Die Entsorgung im Meer bot eine relativ einfache Lösung. Die Munition zu ausgewiesenen Orten transportieren, auf See bringen und in tiefes Wasser versenken.

Die Operation war weder so kontrolliert noch so geografisch begrenzt, wie diese Beschreibung nahelegt.

Laut HELCOMs historischer Bewertung wurde chemische Munition häufig einzeln über Bord geworfen, statt zu einem Versenkungsort transportiert und gemeinsam abgelagert zu werden. Schiffe, die von deutschen Häfen wie Wolgast und Flensburg ausliefen, warfen einen Teil ihrer Ladung ab, bevor sie ihre vorgesehenen Ziele erreichten.

Zu den wichtigsten Entsorgungsgebieten gehörten die Gewässer östlich der dänischen Insel Bornholm, südöstlich von Gotland und nahe der südlichen Einfahrt zum Kleinen Belt. Das Skagerrak, das die Ostseeregion mit der Nordsee verbindet, war ein weiteres wichtiges Entsorgungsgebiet.

Die Tiefe beeinflusste die Wahl des Ortes. Einige Nachkriegs-Versenkungsgebiete lagen mehr als 70 Meter unter der Oberfläche, wo die Militärbehörden erwarteten, dass die Waffen isoliert bleiben würden. Der Kleine Belt enthielt jedoch auch eine deutlich flachere Versenkungsstelle in etwa 30 Metern Tiefe.

Zeit, Transportkapazität und die Verfügbarkeit geeigneter Schiffe begrenzten, wie sorgfältig die Operationen durchgeführt werden konnten. Einige Munition wurde in Holzbehältern versenkt, die vom ursprünglichen Versenkungsgebiet abtreiben konnten.

Folglich geben die auf Seekarten eingezeichneten Orte nicht das volle geografische Ausmaß des Problems wieder.

HELCOM hat wiederholt Unsicherheiten hinsichtlich der Mengen, Arten und genauen Positionen der Waffen eingeräumt. Die historischen Aufzeichnungen vermitteln ein Gesamtbild, können aber nicht jede Granate oder jeden Behälter erfassen.

Chemiewaffen in der Ostsee: Europas Erbe von 40.000 Tonnen
Historische Versenkungsgebiete konzentrierten sich um Bornholm, Gotland und die dänischen Meerengen, obwohl Munition auch entlang der Transportrouten/Skagerrak abgeworfen wurde

Der chemische Inhalt des Arsenals war sehr unterschiedlich.

Schwefel-Lost, allgemein als Senfgas bekannt, war der am häufigsten vorkommende chemische Kampfstoff. Trotz seines Namens liegt er unter Umweltbedingungen nicht unbedingt als Gas vor. Er kann als Flüssigkeit oder viskose Masse bestehen bleiben und durch direkten Kontakt schwere Verletzungen verursachen.

Zu den weiteren versenkten Kampfstoffen gehörten arsenhaltige Verbindungen wie Lewisit und Adamsit sowie verschiedene Reizstoffe und Nervenkampfstoffe.

Ihr Verhalten im Meerwasser ist nicht einheitlich. Einige bauen sich relativ schnell ab, während andere oder ihre Abbauprodukte im Sediment bestehen bleiben können. Ihre Toxizität, Mobilität und Umweltwirkungen hängen von ihren chemischen Eigenschaften und den Bedingungen rund um die versenkte Munition ab.

Die physikalischen Eigenschaften der Ostsee bringen eine weitere Komplikation mit sich.

Sie ist ein relativ flaches, halb abgeschlossenes Meer mit begrenztem Wasseraustausch mit dem Nordatlantik. Tiefe Becken können eine begrenzte Sauerstoffverfügbarkeit aufweisen, während Strömungen und Sedimentbewegungen von Region zu Region variieren.

Diese Bedingungen sind wichtig, weil sie Korrosion, den Transport von Schadstoffen und die Exposition von Organismen nahe dem Meeresboden beeinflussen.

Die ursprüngliche Entsorgungsstrategie ging davon aus, dass Entfernung und Tiefe eine ausreichende Barriere zwischen gefährlichen militärischen Materialien und menschlicher Aktivität bilden würden. Acht Jahrzehnte später versuchen Wissenschaftler noch immer festzustellen, wie gut diese Annahme standgehalten hat.

Was Wissenschaftler tatsächlich gefunden haben

In der Forschung zu Unterwassermunition gibt es einen entscheidenden Unterschied: Chemische Kampfstoffe und die in konventionellen Waffen enthaltenen Sprengstoffverbindungen sind nicht dasselbe Umweltproblem.

Beide Kategorien sind in der Ostsee vorhanden, doch die Evidenz zu ihrer Bewegung durch die Meeresumwelt unterscheidet sich erheblich.

HELCOMs Bewertungen haben eine Kontamination von Meeresbodensedimenten nahe Versenkungsgebieten chemischer Munition festgestellt, einschließlich Rückständen, die mit arsenhaltigen Kampfstoffen in Verbindung stehen. Forschungen haben zudem darauf hingedeutet, dass sich eine solche Kontamination über ausgewiesene Versenkungsgebiete hinaus erstrecken kann.

Die Bewertung der Kommission aus dem Jahr 2013 berichtete jedoch, dass in den untersuchten Studien weder die ursprünglichen chemischen Kampfstoffe noch ihre Abbauprodukte in messbaren Mengen in der Wassersäule nachgewiesen wurden.

Dieser Befund belegt nicht, dass die Kampfstoffe harmlos sind oder dass künftig keine Freisetzungen erfolgen werden. Er bedeutet jedoch, dass Behauptungen einer weitverbreiteten, messbaren Senfgas-Kontamination in den gesamten Ostseegewässern durch diese Beobachtungen nicht gestützt werden.

Die stärkste neuere quantitative Evidenz für gelöste Kontamination stammt stattdessen von konventioneller Munition.

Im Februar 2025 veröffentlichten Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel Ergebnisse einer Studie zur südwestlichen Ostsee.

Die Forscher analysierten Tausende Wasserproben, die 2017 und 2018 gesammelt worden waren. Sie wiesen in fast jeder Probe chemische Verbindungen nach, die mit Sprengstoffen in Verbindung stehen.

Die in Chemosphere unter dem Titel Widespread environmental contamination from relic munitions in the southwestern Baltic Sea veröffentlichte Studie schätzte, dass in der untersuchten Region etwa 3.000 Kilogramm gelöster toxischer munitionsbezogener Chemikalien vorhanden waren.

Die Verteilung war ungleichmäßig. Die Kieler Bucht wies besonders erhöhte Konzentrationen TNT-bezogener Kontamination auf, während RDX und Dinitrobenzol, kurz DNB, in der Lübecker Bucht stärker vertreten waren.

Diese Verbindungen stehen mit konventionellen Sprengstoffen in Verbindung, nicht mit Hinweisen auf gelösten Schwefel-Lost.

Die Forscher fanden zudem, dass ein Großteil der Kontamination im Meerwasser gelöst und nicht an Schwebpartikel gebunden war. Gelöste Stoffe können sich mit Wassermassen bewegen und potenziell das betroffene Gebiet über die unmittelbare Umgebung einer entsorgten Waffe hinaus ausdehnen.

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Redaktionelle Grafik

GEOMAR berichtete, dass die in seiner Wasserstudie beobachteten Konzentrationen im Allgemeinen unter den relevanten Trinkwassergrenzwerten und toxikologischen Schwellenwerten für Meeresorganismen lagen. Einige Messungen näherten sich jedoch bedenklichen Werten.

Die Forschung warf zudem eine längerfristige Frage auf. Während die Metallhüllen der Unterwassermunition weiter verfallen, könnte zusätzliches Sprengstoffmaterial dem Meerwasser ausgesetzt werden.

Die daraus resultierende Kontamination könnte je nach Korrosionsraten, chemischem Abbau und der Frage, ob Munition entfernt wird, über Jahrhunderte bestehen bleiben oder zunehmen.

Diese Aussicht hat die wissenschaftliche Debatte verändert. Forscher befassen sich nicht mehr nur mit der Möglichkeit, dass zurückgelassene Munition irgendwann in der Zukunft schädliche Stoffe freisetzen könnte. Für konventionelle Sprengstoffe haben sie Belege dafür, dass Freisetzungen bereits stattfinden.

Die verbleibenden Fragen betreffen die Geschwindigkeit, die geografische Verteilung und die ökologische Bedeutung dieser Kontamination.

Vom Meeresboden zur Fischtheke

Eine der sensibelsten Fragen rund um Unterwassermunition ist, ob Schadstoffe, die ins Meer gelangen, schließlich in von Menschen verzehrte Lebensmittel gelangen.

Meeresorganismen können Schadstoffe aus Wasser, Sediment oder Beute aufnehmen. Miesmuscheln sind für die Umweltüberwachung besonders nützlich, weil sie das umgebende Meerwasser kontinuierlich filtern. Bodenbewohnende Fische können ebenfalls Aufschluss über die Exposition nahe kontaminierter Sedimente geben.

Forscher haben zuvor munitionsbezogene Verbindungen in Meeresorganismen nachgewiesen. Laborstudien haben gezeigt, dass bestimmte Sprengstoffe und ihre Abbauprodukte toxische Wirkungen verursachen können.

Doch der Nachweis einer Chemikalie in einem Organismus bedeutet nicht automatisch, dass Meeresfrüchte ein erhebliches Risiko für Verbraucher darstellen.

Eine 2026 in Marine Pollution Bulletin veröffentlichte Studie untersuchte im Handel erhältliche Meeresfrüchte aus Nord- und Ostsee und lieferte eine direktere Bewertung der potenziellen Aufnahme über die Nahrung.

Die Wissenschaftler maßen TNT und verwandte Verbindungen, darunter Amino-Dinitrotoluol (ADNT), Diamino-Nitrotoluol (DANT), DNB und RDX.

Ihre Ergebnisse zeigten, dass diese Stoffe in sehr niedrigen Konzentrationen vorhanden waren.

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Redaktionelle Grafik

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Konzentrationen von Munitionsverbindungen in den untersuchten Meeresfrüchten im Vergleich zu etablierten oralen Referenzdosen ein vernachlässigbares Risiko für Verbraucher darstellten.

Zum Vergleich maß die Studie auch Quecksilber, einen besser charakterisierten Meeres-Schadstoff. Die Quecksilberkonzentrationen waren höher, obwohl die geschätzte Exposition für die meisten Verbraucher von Meeresfrüchten unter der tolerierbaren wöchentlichen Aufnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit blieb.

Diese Ergebnisse bilden ein wichtiges Gegengewicht zu Behauptungen, das zurückgelassene Arsenal der Ostsee habe ihren Fisch weithin ungenießbar gemacht.

Die Studie stützt diese Schlussfolgerung nicht.

Sie hat auch Grenzen. Die Forscher untersuchten im Handel erhältliche Meeresfrüchte auf Verbindungen, die mit konventionellen Sprengstoffen in Zusammenhang stehen. Ihre Ergebnisse belegen nicht die Konzentrationen von Schwefel-Lost oder anderen chemischen Kampfstoffen in Meeresfrüchten und klären auch nicht jede Frage zur langfristigen ökologischen Exposition nahe chemischer Versenkungsgebiete.

Ein heute niedrig geschätztes Risiko für Verbraucher ist mit einem fortbestehenden Umweltproblem vereinbar. Meeresorganismen können einer Exposition ausgesetzt sein, die sich von der Exposition von Menschen unterscheidet, die Meeresfrüchte essen, und Auswirkungen auf Fortpflanzung, Entwicklung oder lokale Ökosysteme erfordern eine gesonderte Bewertung.

Die wissenschaftliche Aufgabe besteht daher nicht einfach darin festzustellen, ob eine Kontamination vorliegt. Sie besteht darin zu ermitteln, wo sie auftritt, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert und welche Organismen am stärksten gefährdet sind.

Wenn der alte Krieg mit neuer Infrastruktur kollidiert

Jahrzehntelang waren Fischer diejenigen, die am direktesten mit Unterwassermunition in Berührung kamen.

Grundschleppnetzfischerei kann Munition stören, die auf oder teilweise unter dem Meeresboden liegt. Netze können Granaten, Bomben oder chemische Behälter an Bord bringen und Besatzungen Sprengstoffen oder giftigen Stoffen aussetzen.

HELCOM hat solche Begegnungen über viele Jahre dokumentiert. Seine Aufzeichnungen zeigen, dass Vorfälle in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg besonders häufig waren, obwohl Berichte bis ins 21. Jahrhundert andauerten.

Ein Rückgang gemeldeter Begegnungen bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Waffen sicherer geworden sind. Die Fischereitätigkeit hat sich verändert, einige Gebiete werden gemieden, und die Meldeverfahren unterscheiden sich von Land zu Land.

Die zunehmende Nutzung des Meeresbodens hat eine weitere Kategorie der Exposition geschaffen.

Offshore-Windparks benötigen Fundamente, Anker und Stromanschlüsse. Seekabel für die Telekommunikation müssen entlang sorgfältig vermessener Korridore verlegt werden, teilweise mit unter dem Sediment vergrabenen Abschnitten. Häfen und Schifffahrtskanäle erfordern Baggerarbeiten, während Pipelines und andere marine Anlagen weitere Störungen des Meeresbodens mit sich bringen.

Jede Aktivität bringt die Möglichkeit mit sich, auf ein Objekt zu stoßen, das vor Jahrzehnten abgelagert wurde und möglicherweise nicht auf bestehenden Karten verzeichnet ist.

Die Folgen sind nicht mehr theoretisch.

Ein Beispiel liefert GlobalConnects großes Glasfaserinfrastrukturprojekt, das Nordschweden über die Ostseeregion mit Berlin verbindet.

Das Projekt umfasste eine 2.600 Kilometer lange Kommunikationsverbindung, darunter etwa 700 Kilometer Seekabel. Der Bau erforderte umfangreiche Vermessungen des Meeresbodens und spezialisierte Unterwasserausrüstung.

Bevor das Projekt abgeschlossen werden konnte, mussten die Arbeiter mit Munition aus der Kriegszeit umgehen.

In einer Ankündigung vom März 2024 bestätigte GlobalConnect, dass während des Baus 200 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg geräumt wurden.

Die anschließende Unternehmensberichterstattung beschrieb den Umfang des Vorhabens: Das Kabelnetz verband Nordeuropa über Bornholm und andere Orte in der Ostsee, während umfangreiche Unterwasserarbeiten erforderlich waren, um die Route vorzubereiten.

Auch Branchenberichte beschrieben Verzögerungen im Zusammenhang mit der Entdeckung möglicher Munition. Die verfügbare Evidenz stützt die Tatsache, dass die Räumung zu einer bedeutenden Bauanforderung wurde, belegt jedoch nicht, dass die endgültige Kabelroute wegen der Waffen geändert wurde.

Das Beispiel zeigt, wie ein Konflikt, der vor mehr als 80 Jahren endete, noch immer die Umsetzung moderner Kommunikationsinfrastruktur beeinflussen kann.

Ein weiterer, kostspieligerer Fall ereignete sich in der Nordsee.

Der vor der deutschen Küste entwickelte Offshore-Windpark Riffgat hatte 2013 Schwierigkeiten, an das Stromnetz angeschlossen zu werden, nachdem nicht explodierte Munition aus der Kriegszeit die Arbeiten an seinem Exportkabel erschwerte.

Die Windturbinen waren fertig, bevor der Kabelanschluss abgeschlossen werden konnte. Die Entdeckung von Unterwassersprengstoff trug zu Verzögerungen und zusätzlichen Räumungskosten bei und ließ eine neu errichtete Anlage für erneuerbare Energien nicht wie ursprünglich geplant Strom liefern.

Die zeitgenössische Berichterstattung im Der Spiegel dokumentierte die Störung.

Riffgat ist kein Ostsee-Projekt, und seine Probleme betrafen konventionelle nicht explodierte Munition und nicht eine nachgewiesene Begegnung mit versenkten chemischen Waffen. Dennoch veranschaulicht es die finanziellen Risiken, die entstehen können, wenn Offshore-Infrastruktur auf historisches militärisches Material trifft.

Für Projektentwickler werden Munitionsuntersuchungen zu einem wichtigen Teil der Projektplanung. Die Identifizierung verdächtiger Objekte kann spezialisierte Schiffe, Taucher, ferngesteuerte Fahrzeuge und Teams zur Kampfmittelbeseitigung erfordern.

Eine einzige Entdeckung kann den Bau zum Stillstand bringen, während Experten feststellen, ob ein Objekt umgangen, bewegt oder sicher zerstört werden kann.

Die Kosten hängen von der Art der Munition, der Wassertiefe, den Meeresbodenbedingungen und der Nähe zu sensibler Infrastruktur ab.

Diese Fälle belegen nicht, dass Munition aus der Kriegszeit Europas Offshore-Energiewende verhindert. Sie zeigen etwas Engeres, aber wirtschaftlich Bedeutendes: Nicht explodierte Waffen können zusätzliche Kosten verursachen, Verzögerungen hervorrufen und den Bau einzelner Projekte erschweren.

Und je mehr Offshore-Anlagen entstehen, desto wichtiger wird eine zuverlässige Kartierung des Meeresbodens.

Deutschlands 100-Millionen-Euro-Experiment

Deutschland ist zu einem der wichtigsten Testfelder für die großflächige Räumung von Unterwassermunition geworden.

Das Land steht wegen der Menge an Kriegsmaterial in seinen Meeresgewässern vor einem ungewöhnlich großen Problem.

Nach Angaben des deutschen Bundesumweltministeriums verbleiben schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen nicht explodierter Munition in deutschen Gewässern von Nord- und Ostsee.

Von dieser geschätzten Gesamtmenge entfallen rund 1,3 Millionen Tonnen auf die Nordsee und 300.000 Tonnen auf die Ostsee.

Diese Zahlen betreffen weitgehend konventionelle Munition, darunter Bomben, Minen, Granaten und andere Sprengstoffe. Sie sind getrennt von HELCOMs Schätzung der in der weiteren Ostseeregion versenkten chemischen Munition zu betrachten.

Deutschland startete ein bundesweites Sofortprogramm mit 100 Millionen Euro Finanzierung, um Methoden für die systematische Bergung und Entsorgung versenkter Munition zu entwickeln.

Die erste Pilotphase begann 2024 und endete im Herbst 2025.

Die Arbeiten fanden an ausgewählten Standorten in der westlichen Ostsee statt, darunter Haffkrug und Pelzerhaken in der Lübecker Bucht sowie Boltenhagen in der Mecklenburger Bucht.

Diese Standorte wurden teilweise deshalb gewählt, weil verschiedene Munitionsarten auf relativ begrenzten Flächen zu finden waren, sodass Spezialisten Bergungsmethoden unter praktischen Bedingungen vergleichen konnten.

Das Projekt testete Technologien zum Lokalisieren, Identifizieren, Bergen und vorläufigen Sichern von Unterwasserwaffen.

Während der Pilotphase wurden Berichten zufolge etwa 18 Tonnen Munition geborgen, eine kleinere Menge wurde zur Untersuchung an Land gebracht. Diese Zahl sollte als Ergebnis einer begrenzten technischen Demonstration verstanden werden, nicht als Maßstab für Fortschritte bei der Beseitigung des Chemiewaffenbestands der Ostsee.

Das Bundesumweltministerium bezeichnete die getesteten Technologien als sehr geeignet und räumte zugleich ein, dass weitere Verfeinerungen notwendig seien.

Die Herausforderung besteht nicht einfach darin, einen Weg zu finden, eine Bombe vom Meeresboden zu heben.

Ein praktikables Räumungssystem muss mehrere Stufen durchlaufen. Zunächst müssen Vermessungsgeräte Objekte identifizieren, bei denen es sich um Munition handeln könnte. Spezialisten müssen sie dann klassifizieren und ihren Zustand bewerten. Bergungsausrüstung muss potenziell instabiles Material handhaben, und die Munition muss letztlich entsorgt werden, ohne unannehmbare Risiken für Beschäftigte oder die Meeresumwelt zu schaffen.

Deutschlands nächstes Ziel ist eine mobile schwimmende Industrieanlage, die konventionelle Munition auf See behandeln kann.

Eine solche Plattform könnte den Bedarf verringern, gefährliche Objekte über weite Strecken zu landgestützten Entsorgungsanlagen zu transportieren. Die Anpassung etablierter Vernichtungsmethoden an eine Meeresumgebung erfordert jedoch zusätzliche Technik, Sicherheitstests und Umweltschutzvorkehrungen.

Das Ministerium hat die systematische Beseitigung als eine Aufgabe über Generationen beschrieben.

Diese Einschätzung spiegelt den Unterschied zwischen der Demonstration einer Technologie und ihrem Einsatz über weite Meeresbodenflächen mit Hunderttausenden Tonnen Material wider.

Können Unterwasserroboter die Räumung sicherer machen?

Forscher arbeiten daran, den direkten menschlichen Kontakt bei der Untersuchung und Bergung von Munition zu verringern.

Autonome Unterwasserfahrzeuge können große Meeresbodenflächen mit akustischen Sensoren kartieren. Ferngesteuerte Fahrzeuge liefern Nahaufnahmen und ermöglichen es Bedienern, verdächtige Objekte zu untersuchen, ohne Taucher an gefährliche Orte zu schicken.

Die chemische Beprobung fügt eine weitere Informationsebene hinzu und hilft Wissenschaftlern festzustellen, ob Munition bereits Schadstoffe freisetzt.

Im Oktober 2025 lief das Forschungsschiff ALKOR aus Kiel zu einer GEOMAR-Expedition aus, die Unterwassermunition in der südlichen Ostsee untersuchte.

Die Mission umfasste Gebiete nahe Polen und das Bornholm-Becken, die Lübecker Bucht und den Kleinen Belt.

Zu ihren Zielen gehörten die Kartierung chemischer Munition, die Erprobung von Unterwassertechnologien und die Bewertung der Umweltbedingungen nach experimentellen Bergungsoperationen.

Das Forschungsteam setzte autonome und ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge ein, die hochauflösende Bilder, akustische Daten und Wasserproben sammeln konnten.

Analysegeräte an Bord ermöglichten es den Wissenschaftlern, Proben auf Sprengstoffrückstände, darunter TNT und RDX, zu untersuchen.

Ein längerfristiges Ziel ist die Entwicklung von Unterwasserfahrzeugen, die Objekte eigenständiger identifizieren und klassifizieren und ihre Untersuchungsmuster anpassen können, sobald neue Informationen verfügbar sind.

Chemiewaffen in der Ostsee: Europas Erbe von 40.000 Tonnen
GEOMAR-Forschungsexpeditionen nutzen Unterwasserfahrzeuge, akustische Vermessungen und chemische Beprobung, um Altmunition zu untersuchen und Räumungstechnologien zu bewerten.

Ein wichtiger Teil der Expedition konzentrierte sich auf das Bornholm-Becken, wo nach dem Krieg chemische Waffen versenkt wurden.

Die Forscher wollten ihr Verständnis dafür verbessern, wie viel Munition verblieben war, in welchem Zustand sie sich befand und wie stark die umgebende Umwelt beeinträchtigt worden war.

Ein weiterer Teil der Mission untersuchte Standorte, an denen Deutschland kürzlich Pilotbergungsoperationen durchgeführt hatte.

Diese Überwachung befasst sich mit einer für künftige Räumungsprogramme zentralen Frage: Was geschieht mit den Kontaminationswerten, nachdem Munition entfernt wurde?

Die Bergung könnte eine fortbestehende Schadstoffquelle beseitigen. Doch die Störung eines korrodierten Behälters oder die Bewegung kontaminierten Sediments könnte während der Operation auch Stoffe freisetzen.

Das Gleichgewicht zwischen diesen Risiken lässt sich nicht allein aus dem Vorhandensein von Munition bestimmen. Es erfordert standortspezifische Informationen über den Zustand der Waffen, die umgebende Umwelt und die Bergungsmethode.

Bei chemischen Waffen ist die Schwierigkeit besonders ausgeprägt.

Eine Sprenggranate kann wegen ihres Detonationspotenzials gefährlich sein. Ein Behälter mit Schwefel-Lost oder einem anderen Giftstoff stellt eine zusätzliche Gefahr dar, wenn sein Inhalt während der Handhabung entweicht.

Dieselbe Ausrüstung und dieselben Entsorgungsverfahren sind nicht zwangsläufig für beide geeignet.

Dies ist ein Grund dafür, dass die Entwicklung von Systemen für konventionelle Munition das Problem der chemischen Munition nicht automatisch löst.

Die Frage, der Europa nicht ausweichen kann

Das Munitionsproblem der Ostsee aus der Kriegszeit hat keine einfache Lösung.

Waffen unter Wasser zu belassen, lässt die Korrosion fortschreiten und bewahrt die Möglichkeit künftiger Begegnungen. Sie zu entfernen, erfordert teure Operationen, die selbst gefährliche Stoffe und empfindliche Lebensräume stören können.

Einige Standorte könnten eine vorrangige Räumung rechtfertigen, weil Munition nahe Infrastruktur, Fischgründen oder Gebieten mit erheblicher menschlicher Aktivität liegt. Andere Orte könnten eine fortgesetzte Überwachung erfordern, bis sicherere Methoden verfügbar sind.

Die verfügbare Wissenschaft spricht zudem dagegen, jede Unterwasserwaffe als identische Umweltbedrohung zu behandeln.

Ein verfallender Behälter mit Schwefel-Lost in einem tiefen Becken, eine nicht explodierte konventionelle Bombe neben einer geplanten Kabelroute und ein an einen Strand gespültes Fragment weißen Phosphors erzeugen unterschiedliche Gefahren.

Ihre Bewältigung erfordert unterschiedliche Evidenz, Technologien und Sicherheitsverfahren.

Die HELCOM-Bewertung gefährlicher versenkter Objekte von 2024 spiegelt die Breite des Problems wider. Die Ostsee enthält nicht nur chemische Munition, sondern auch Seeminen, Torpedos, Raketen, Bomben und anderes militärisches Material aus beiden Weltkriegen.

Zu verstehen, wo diese Objekte liegen, ist für die maritime Planung unerlässlich. Doch historische Versenkungsaufzeichnungen bleiben unvollständig, und große Teile des Meeresbodens wurden nicht mit der für eine umfassende Räumung erforderlichen Detailtiefe untersucht.

Es gibt zudem eine finanzielle Frage.

Deutschland hat erhebliche Mittel für die Entwicklung eines systematischen Ansatzes bereitgestellt, doch das anfängliche 100-Millionen-Euro-Programm ist nur ein Anfang. Seine Pilotoperationen demonstrierten Bergungsmethoden in begrenztem Umfang. Der industrielle Einsatz wird Ausrüstung, spezialisiertes Personal, Entsorgungskapazitäten und kontinuierliche Umweltüberwachung erfordern.

Die Kosten werden nicht zwangsläufig gleichmäßig über die Ostseeregion verteilt. Verschiedene Länder haben unterschiedliche Konzentrationen von Unterwassermunition, unterschiedliche Infrastrukturpläne und unterschiedliche Kapazitäten zur Finanzierung von Vermessungen und Bergungen.

Koordination ist wichtig, weil weder Kontamination noch marine Infrastruktur einer einfachen nationalen Grenze folgen.

Dieselben Gewässer dienen Schifffahrt, Fischerei, Energieerzeugung, Telekommunikation und Ökosystemen, die mehrere Länder teilen.

In der gegenwärtigen Situation liegt eine historische Ironie. Die Nachkriegs-Entsorgungsoperationen sollten ein unmittelbares militärisches Problem beseitigen. Die Versenkung im Meer galt als praktisches Mittel, gefährliche Bestände vom Land zu entfernen.

Heute entwickelt Europa hochentwickelte Unterwasserroboter und industrielle Bergungssysteme, um Teile dieser Entscheidung rückgängig zu machen.

Der Umfang der Aufgabe bleibt beeindruckend.

Schätzungsweise 40.000 Tonnen chemischer Munition wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee abgelagert. Ihr genauer Zustand und ihre Verteilung sind nach wie vor unvollständig dokumentiert. Zugleich wird angenommen, dass allein in deutschen Ostseegewässern Hunderttausende Tonnen konventioneller Munition verbleiben.

Moderne wissenschaftliche Studien haben belegt, dass Verbindungen aus konventionellen Sprengstoffen in Meerwasser und Meeresorganismen gelangen. Sie haben auch gezeigt, dass die derzeit gemessenen Werte in im Handel erhältlichen Meeresfrüchten Behauptungen eines großen gesundheitlichen Notfalls für Verbraucher nicht stützen.

Bei chemischen Kampfstoffen deutet die Evidenz auf kontaminierte Sedimente, fortbestehende Kontaktgefahren und erhebliche Wissenslücken über langfristige ökologische Auswirkungen hin.

Der Unterschied ist wichtig, weil eine wirksame Politik davon abhängt zu verstehen, was tatsächlich gemessen wurde, statt anzunehmen, dass jede mögliche Gefahr bereits zu einer weitverbreiteten Katastrophe geworden ist.

Europa steht nun vor einer Reihe praktischer Entscheidungen: welche Standorte zuerst untersucht werden, welche Waffen entfernt, welche überwacht werden und wie verhindert werden kann, dass Bergungsoperationen zusätzlichen Schaden verursachen.

Das zurückgelassene Arsenal wird nicht einfach verschwinden, nur weil der Krieg, der es hervorbrachte, aus dem lebendigen Gedächtnis verschwunden ist.

Und während sich neue Kabel, Windparks und andere Infrastruktur über den Meeresboden der Ostsee ausbreiten, werden Entscheidungen, die während der Abrüstung Deutschlands vor mehr als acht Jahrzehnten getroffen wurden, weiterhin beeinflussen, was Europa unter seinen Gewässern sicher bauen kann.

Quellen:

1\. HELCOM, 2013 – Chemical Munitions Dumped in the Baltic Sea: Report of the Ad Hoc Expert Group (MUNI). Umfassende Bewertung von etwa 40.000 Tonnen in der Ostsee versenkter chemischer Munition, ihrer Standorte, chemischen Kampfstoffe, Umweltrisiken und dokumentierter Begegnungen mit Fischern.

2\. HELCOM, Mai 2024 – Thematic Assessment on Hazardous Submerged Objects in the Baltic Sea. Bewertung versenkter chemischer und konventioneller Munition, einschließlich Meeresbodenkontamination, Gefahren durch weißen Phosphor, Risiken für Meeresökosysteme und Herausforderungen für Offshore-Infrastruktur.

3\. GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, 2025 – Environmental Contamination from Legacy Munitions in the Baltic Sea. Forschungsergebnisse auf Basis von 2017–2018 gesammelten Wasserproben, die eine weitverbreitete Kontamination durch Sprengstoffverbindungen, darunter TNT und RDX, und schätzungsweise 3.000 Kilogramm gelöster munitionsbezogener Chemikalien in der südwestlichen Ostsee dokumentieren.

4\. GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, 14. Oktober 2025 – Chemical Munitions and Clearance Effects in Focus. Details der ALKOR-Forschungsexpedition zur Untersuchung chemischer Munition nahe Bornholm, Unterwasser-Robotiktechnologien und der Umweltauswirkungen von Pilotbergungsoperationen in deutschen und dänischen Gewässern.

5\. Marine Pollution Bulletin, 2026 – Scientific study of munition-related contaminants in commercially available seafood from the North and Baltic Seas. Peer-reviewte Forschung zur Messung von TNT, ADNT, DANT, DNB und RDX in Meeresfrüchten und zur Bewertung der potenziellen Aufnahme über die Nahrung. Die Studie fand sehr niedrige Konzentrationen und vernachlässigbare Gesundheitsrisiken für Verbraucher im Verhältnis zu Referenzdosen.

6\. Deutsches Bundesministerium für Umwelt (BMUKN) – Unexploded Munitions in the Sea. Offizielle Informationen zu etwa 1,6 Millionen Tonnen nicht explodierter Munition in deutschen Gewässern, zum 100-Millionen-Euro-Bundesprogramm, zu Pilotbergungsoperationen und zu Plänen für eine industrielle Entsorgung auf See.

7\. GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel – CAMMera: Research and Technology Development for Munitions Recovery. Informationen zu wissenschaftlicher Überwachung, Bergung von Unterwassermunition, Umweltrisikobewertung und Technologien zur Unterstützung von Deutschlands langfristigem Räumungsprogramm.

8\. GlobalConnect, März 2024 – GlobalConnect Completes Largest Nordic Digital Infrastructure Project in a Decade. Unternehmensankündigung zur Fertigstellung eines großen nordischen Glasfasernetzes und zur Räumung von 200 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg während des Baus.

9\. Danish Offshore Industry (DOI) – Old Bombs Delay Cables and Wind Turbines in the Baltic Sea. Branchenberichterstattung über nicht explodierte Munition aus der Kriegszeit, die Offshore-Bauarbeiten beeinträchtigt, einschließlich Verzögerungen und Räumungsanforderungen im Zusammenhang mit dem Aurora-Kabelprojekt.

10\. Der Spiegel, 2013 – German Wind Farm Delayed by WWII Munitions Discovery. Berichterstattung über den Offshore-Windpark Riffgat in der Nordsee, wo nicht explodierte Munition aus der Kriegszeit die Installation des Netzanschlusses erschwerte und zu kostspieligen Verzögerungen beitrug.

11\. Deutsche Welle, 2026 – Germany’s Sea Munitions: Toxic Pollution. Berichterstattung über Deutschlands Unterwassermunitionsproblem, wissenschaftliche Belege für TNT-bezogene Kontamination, historische Trends bei Meeresorganismen und die Herausforderungen bei der Beseitigung verfallender Waffen.

12\. Europäisches Parlament, 2021 – Chemical Residues in the Baltic Sea, Based on the Petitions 1328/2019 and 0406/2020. Parlamentarische Entschließung zu versenkten chemischen Waffen, Umweltrisiken, internationaler Zusammenarbeit und der Notwendigkeit einer koordinierten Identifizierung und Bewirtschaftung von Unterwassermunition.

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