
EU-Innenminister treffen sich, während die Zahl der Toten in Ceuta auf 67 steigt
EU-Innenminister beraten über die Grenzkrise, während die Zahl der Toten in Ceuta auf 67 steigt. Spanien kritisiert die Reaktionen anderer Mitgliedstaaten.
Die Lage in der spanischen Enklave Ceuta hat sich beruhigt, aber die Zahl der Toten bei den Massenankünften von Migranten aus Marokko ist auf 67 gestiegen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska mitteilte.
Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag zu einem Krisentreffen versammeln, um die Grenzkrise zu bewältigen, nachdem 22 Mitgliedstaaten gemeinsam koordiniertes Handeln und strengere Kontrollen an den Außengrenzen gefordert hatten. Den Gesprächen gingen angespannte diplomatische Auseinandersetzungen voraus, darunter der frühere Vorschlag der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Spanien vorübergehend aus dem Schengen-Raum auszuschließen.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez kritisierte die Haltung mehrerer Mitgliedstaaten und verurteilte die Reaktionen auf die Krise als "selfish, polarising and unlawful". Die spanischen Behörden halten daran fest, dass ankommende Migranten nach Marokko zurückgeschickt werden.
Quellen: BBC News, Corriere della Sera, FAZ, Respect.



