
EU-Innenminister beraten nach tödlichem Migrationsanstieg in Ceuta
Nach dem tödlichen Migrationsanstieg in Ceuta beraten die EU-Innenminister über ein koordiniertes Vorgehen und verstärkte Außengrenzen. Spanien will Migranten nach Marokko abschieben.
Die Lage in der spanischen Enklave Ceuta hat sich stabilisiert, nachdem schätzungsweise 60.000 Migranten aus Marokko eingereist waren, allerdings ist die bestätigte Zahl der Todesopfer durch Ertrinken auf 67 gestiegen, wie der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska mitteilte.
Die Innenminister der Europäischen Union werden am Dienstag zu Dringlichkeitsgesprächen zusammenkommen, nachdem 22 Mitgliedstaaten gemeinsam koordinierte Maßnahmen und verstärkte Außengrenzen gefordert hatten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen genehmigte die Sitzung, nachdem sie den unkontrollierten Zustrom als "unacceptable" bezeichnet hatte.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte, der Anstieg verletze die territoriale Integrität Spaniens, und bestätigte Pläne, Migranten nach Marokko abzuschieben. Sánchez wies außerdem Forderungen einiger Mitgliedstaaten, die Schengen-Regelungen auszusetzen, entschieden zurück und kritisierte solche Vorschläge als "selfish, polarising and unlawful."
Quellen: BBC News, Corriere della Sera, FAZ, Respect.



