Spanien installiert Meeresbarriere in Ceuta, während lokale Behörden den Notstand beantragen

Spanien installiert Meeresbarriere in Ceuta, während lokale Behörden den Notstand beantragen
Foto: FENA

Spanien installiert eine 500 Meter lange Schutzbarriere an der Seegrenze zu Marokko in Ceuta, nachdem bis zu 60.000 Migranten einreisten. Die Opferzahlen bleiben unklar.

Spanien hat die Installation einer 500 Meter langen Schutzbarriere entlang der Seegrenze zwischen seiner nordafrikanischen Exklave Ceuta und Marokko angekündigt, nachdem es Anfang dieser Woche zu einem Zustrom von schätzungsweise 50.000 bis 60.000 Migranten gekommen war. Lokale Beamte in Ceuta haben Madrid aufgefordert, den formellen Notstand auszurufen, um die Krise zu bewältigen.

Die gemeldeten Opferzahlen bleiben widersprüchlich, während die Such- und Rettungsmaßnahmen fortgesetzt werden. Während erste Berichte von neun bis 18 Todesopfern sprachen, meldeten die lokalen Behörden später, dass die Zahl der Todesopfer 86 erreicht hat. Sie führen die Todesfälle auf Ertrinken und Gedränge in der Nähe der Mole zurück.

Die marokkanischen Sicherheitskräfte haben gleichzeitig die Straßen- und Grenzkontrollen verschärft, um die Bewegung sowohl in Richtung Ceuta als auch der benachbarten Exklave Melilla einzuschränken.

Wie Medien es bewerteten

    • Klix Skeptisch Betont marokkanische Behauptungen, dass Fehlinformationen den Grenzansturm ausgelöst haben und die offiziellen Opferzahlen niedriger sind als die spanischen Schätzungen.
    • Danas Alarmiert Konzentriert sich auf die lokalen Behörden von Ceuta, die einen sofortigen Notstand und militärisches Eingreifen aus Madrid fordern.
    • Poslovni dnevnik Neutral Hebt den Vorschlag der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, für eine koordinierte EU-Antwort zur Stärkung der Außengrenzen hervor.
    • Klix Skeptisch Hob marokkanische Behauptungen hervor, dass Online-Fehlinformationen den Ansturm ausgelöst hätten, und stellte Spaniens höhere Opferzahlen in Frage.
    • Vijesti Neutral Konzentrierte sich auf Italiens Vorschlag, EU-finanzierte externe Bearbeitungs- und Rückführungszentren einzurichten.
    • Poslovni dnevnik Neutral Betonte die Forderungen der Europäischen Kommission, die Grenzen des Blocks durch verstärkte Überwachung zu sichern.
    • Klix Zustimmend Hob hervor, dass sich die Minister der Europäischen Union hinter Spanien stellten und dessen Krisenmanagement nach anfänglichen internationalen Spannungen lobten.
    • HRT Vijesti Kritisch Betonte die steigenden Todeszahlen, die anhaltenden Grenzlager und den politischen Druck, dem sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez gegenübersieht.
    • Danas Kritisch Hob hervor, dass europäische Politiker Spaniens liberale Einwanderungspolitik für die Migrationskrise in Ceuta verantwortlich machten.
    • N1 Neutral Betonte die Einheit der Europäischen Union, die Stärkung von Frontex und koordinierte Maßnahmen gegen Schleusernetzwerke.
    • Danas Kritisch Hob hervor, wie die europäischen Spitzenpolitiker zunächst Spaniens progressive Regierung zum Sündenbock machten, anstatt eine einheitliche Reaktion des Blocks zu koordinieren.
    • Klix Neutral Betonte die deutliche politische Kehrtwende der EU-Führung, die zunächst Madrid öffentlich die Schuld gab und nun volle diplomatische und grenzpolitische Unterstützung anbietet.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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