Rumänien sprengt in der Donau, um Kühlwasser für Atomkraftwerk zu sichern

Rumänien hat in der Donau Sprengstoff gezündet, um den Wasserstand für das AKW Cernavodă zu erhöhen. Die Dürre hat zu einem nationalen Notstand geführt und die Energieversorgung in der Region beeinträchtigt.
Rumänische Militärkräfte haben am Montag 180 Kilogramm Sprengstoff in der Donau gezündet, um den Flussverlauf zu verändern und Kühlwasser für das Kernkraftwerk Cernavodă zu sichern. Die Trümmer der Explosion werden 50 Kilometer flussabwärts in einen Flussarm geleitet, der die Anlage versorgt, um den Wasserstand an der Entnahmestelle zu erhöhen und eine vollständige Abschaltung des Betriebs zu verhindern.
Die Durchflussmenge der Donau in Rumänien ist auf 1.500 Kubikmeter pro Sekunde gesunken, was weniger als einem Drittel des üblichen Juli-Durchschnitts entspricht. Nach erheblichen Reduzierungen der Stromerzeugung haben die rumänischen Behörden für August einen einmonatigen nationalen Notstand ausgerufen. Die schwere Dürre und die sinkenden Flusspegel haben auch die regionale Energieversorgung beeinträchtigt und in Ungarn und Serbien Aufrufe zum Stromsparen ausgelöst, wo die Wasserkrafterzeugung stark zurückgegangen ist.
Quellen: Berlingske, Dagens Industri, Die Presse, NOS (Nederlandse Omroep Stichting), Tagesschau
Quellen
- Die Presse — Notstand in Südosteuropa: Rumänien und Serbien haben zu wenig Strom [premium]
- Dagens Industri — Låga vattennivåer – fler kärnkraftverk på väg stängas
- NOS (Nederlandse Omroep Stichting) — Roemenië blaast rotsen in Donau op om koelwater bij kerncentrale te krijgen
- Tagesschau — Stromkrise durch Niedrigwasser der Donau - Rumänien sprengt Felsen
- Berlingske — Rumænien sprænger klippe i Donau for at sende vand til atomreaktor
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