Messerangriffe in Rotterdam und Cold-Case-Suche verdeutlichen Herausforderungen in der niederländischen Psychiatrie

Messerangriffe in Rotterdam und Cold-Case-Suche verdeutlichen Herausforderungen in der niederländischen Psychiatrie
Foto: NOS (Nederlandse Omroep Stichting)

Nach Messerangriffen in Rotterdam und einer Cold-Case-Suche nach einer Tatwaffe rücken die Herausforderungen der niederländischen Psychiatrie in den Fokus.

Die niederländischen Behörden haben einen 26-jährigen Mann nach zwei unprovozierten Messerangriffen in Rotterdam, bei denen zwei Menschen verletzt wurden, in psychiatrische Betreuung gebracht. Die Polizei bestätigte, dass der Verdächtige unverständliches Verhalten gezeigt habe.

Der Vorfall deckt sich mit Warnungen aus dem niederländischen Psychiatriesektor, der schätzt, dass rund 62.500 Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen derzeit ohne notwendige institutionelle Aufsicht leben. Branchenvertreter betonten, dass schutzbedürftige Patienten häufig den Zugang zur Behandlung verlieren, wenn sie zwischen Pflegeanbietern, Wohnsituationen oder Gemeinden wechseln.

In einem damit zusammenhängenden Fall in Rotterdam durchsuchten Spezialtaucher der Polizei die Ringvaartplas nach der Schusswaffe, die 2014 bei dem Mord an dem Psychiatrie-Manager Rob Zweekhorst verwendet wurde, der auf einer Verwechslung beruhte. Die Polizei hat noch nicht bekannt gegeben, ob die Aktion Beweismittel erbracht hat.

Quellen: NOS (Nederlandse Omroep Stichting), NRC, NU

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