Italien: Koalitionsstreit über EU-Verteidigungsfonds-Antrag bei sinkender Geburtenrate

Italien: Koalitionsstreit über EU-Verteidigungsfonds-Antrag bei sinkender Geburtenrate
Foto: Corriere della Sera

Italienische Regierungskoalition streitet über EU-Verteidigungsfonds-Antrag. Geburtenrate fällt auf Rekordtief.

Die Spannungen innerhalb der italienischen Regierungskoalition haben sich verschärft, nachdem Außenminister Antonio Tajani beschlossen hatte, bis Jahresende 14,9 Milliarden Euro aus der Safe-Verteidigungskreditlinie der Europäischen Union zu beantragen. Die Koalitionspartner Lega und Brüder Italiens wehrten sich gegen diesen Schritt und bestanden darauf, dass Verteidigungsausgaben einer ausdrücklichen Genehmigung des Parlaments bedürfen.

Die internen Reibungen fallen mit umfassenderen innenpolitischen Herausforderungen zusammen, die mit internationalen Störungen verbunden sind. Die Regierung steht wegen differenzierter Kraftstoffsubventionen in der Kritik, die zur Abmilderung von Preissprüngen infolge der Straße-von-Hormus-Krise eingeführt wurden. Unterdessen zeigen neue Daten von Istat, dass die Geburtenrate Italiens 2025 auf einen Rekordtiefstand von 355.000 fiel, bedingt durch wirtschaftliche Zwänge.

Quellen: Corriere della Sera, Il Messaggero, La Stampa.

Wie Medien es bewerteten

  • 29. Juli 2026, 03:00 UTC
    • Il Messaggero Kritisch Stellte die Ankündigung als sofortigen politischen Kurzschluss dar, der tiefe ideologische Risse über die Wiederbewaffnung innerhalb der Regierungskoalition offenlegt.
    • Corriere della Sera Neutral Berichtete über den Verteidigungsantrag zusammen mit Stellungnahmen der Koalitionspartner, die die Rolle des Parlaments bei der Genehmigung von Militärausgaben betonten.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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