Italien fordert Spaniens Schengen-Aussetzung nach Grenzkrise in Ceuta

Italien fordert Spaniens Schengen-Aussetzung nach Grenzkrise in Ceuta
Foto: Danas

Nach dem Grenzdurchbruch in Ceuta fordert Italiens Außenminister die Aussetzung Spaniens aus dem Schengen-Raum. Spanien entsendet 60 Militärangehörige zur Unterstützung der Polizei.

Das spanische Innenministerium hat 60 Militärangehörige entsandt, um die Polizei in der Enklave Ceuta zu verstärken, nachdem Tausende Migranten die Grenze von Marokko aus überquert hatten. Die Behörden von Ceuta hatten Madrid aufgefordert, den Notstand auszurufen, um den Zustrom von Ankömmlingen am Strand von Tarajal und in den umliegenden Gebieten zu bewältigen.

Der Grenzdurchbruch hat diplomatische Reaktionen innerhalb der Europäischen Union ausgelöst. Der italienische Außenminister Antonio Tajani sprach sich für eine Aussetzung Spaniens aus dem Schengen-Raum aus und erklärte, er unterstütze die Schließung der Schengen-Grenze zu Spanien nach den Ereignissen.

Die entsandten spanischen Truppen werden die Strafverfolgungsbehörden direkt unterstützen, um die öffentliche Sicherheit aufrechtzuerhalten und das Territorium zu sichern.

Quellen: Danas, N1, Tanjug

Wie Medien es bewerteten

    • Klix Skeptisch Betont marokkanische Behauptungen, dass Fehlinformationen den Grenzansturm ausgelöst haben und die offiziellen Opferzahlen niedriger sind als die spanischen Schätzungen.
    • Danas Alarmiert Konzentriert sich auf die lokalen Behörden von Ceuta, die einen sofortigen Notstand und militärisches Eingreifen aus Madrid fordern.
    • Poslovni dnevnik Neutral Hebt den Vorschlag der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, für eine koordinierte EU-Antwort zur Stärkung der Außengrenzen hervor.
    • Klix Skeptisch Hob marokkanische Behauptungen hervor, dass Online-Fehlinformationen den Ansturm ausgelöst hätten, und stellte Spaniens höhere Opferzahlen in Frage.
    • Vijesti Neutral Konzentrierte sich auf Italiens Vorschlag, EU-finanzierte externe Bearbeitungs- und Rückführungszentren einzurichten.
    • Poslovni dnevnik Neutral Betonte die Forderungen der Europäischen Kommission, die Grenzen des Blocks durch verstärkte Überwachung zu sichern.
    • Klix Zustimmend Hob hervor, dass sich die Minister der Europäischen Union hinter Spanien stellten und dessen Krisenmanagement nach anfänglichen internationalen Spannungen lobten.
    • HRT Vijesti Kritisch Betonte die steigenden Todeszahlen, die anhaltenden Grenzlager und den politischen Druck, dem sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez gegenübersieht.
    • Danas Kritisch Hob hervor, dass europäische Politiker Spaniens liberale Einwanderungspolitik für die Migrationskrise in Ceuta verantwortlich machten.
    • N1 Neutral Betonte die Einheit der Europäischen Union, die Stärkung von Frontex und koordinierte Maßnahmen gegen Schleusernetzwerke.
    • Danas Kritisch Hob hervor, wie die europäischen Spitzenpolitiker zunächst Spaniens progressive Regierung zum Sündenbock machten, anstatt eine einheitliche Reaktion des Blocks zu koordinieren.
    • Klix Neutral Betonte die deutliche politische Kehrtwende der EU-Führung, die zunächst Madrid öffentlich die Schuld gab und nun volle diplomatische und grenzpolitische Unterstützung anbietet.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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