Israelische Streitkräfte starten große Operation im Westjordanland nach Tod von Soldaten

Israelische Streitkräfte starten nach dem Tod zweier Soldaten eine große Militäroperation in Hebron im Westjordanland; Hunderte palästinensische Familien sind von Vertreibung bedroht.
Israelische Streitkräfte haben am späten Freitag eine große Militäroperation in der Stadt Hebron im Westjordanland gestartet, nachdem ein Angriff zwei israelische Soldaten getötet hatte. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte und der Sicherheitsdienst Shin Bet erklärten, die Operation ziele darauf ab, das Gebiet zu durchsuchen, bewaffnete Infrastruktur zu zerschlagen, Waffen zu beschlagnahmen und Verdächtige zu verhören.
Die Militärkräfte errichteten umfangreiche Absperrungen in ganz Hebron; die Operationen sollen nach Einschätzung mehrere Tage andauern. Berichten zufolge wurden Hunderte palästinensische Familien – Schätzungen zufolge zwischen 250 und 300 Haushalte – vor geplanten Abrissmaßnahmen aus ihren Häusern vertrieben, während Tausende weitere von Vertreibung bedroht sind. Anwohner und palästinensische Vertreter forderten internationalen Druck, um die Vertreibung zu stoppen. Auch aus anderen Orten im Westjordanland, darunter Nablus, wurden entsprechende Razzien gemeldet.
Quellen: Aftenposten, Berlingske, Dagens Industri, Svenska Dagbladet, Sydsvenskan.
Quellen
- Sydsvenskan — Israelisk insats på Västbanken – familjer körs bort
- Aftenposten — Israelske styrker har stengt av by på Vestbredden
- Dagens Industri — Israelisk insats på Västbanken – familjer körs bort
- Berlingske — Israelske styrker fordriver hundredvis af familier efter skudepisode
- Svenska Dagbladet — Insats på Västbanken – familjer körs bort