EU verlängert Russland-Sanktionen nach Streichung zweier Oligarchen von der Liste

EU verlängert Russland-Sanktionen nach Streichung zweier Oligarchen von der Liste
Foto: Correctiv

Die EU-Staaten einigen sich auf die Verlängerung der Russland-Sanktionen, nachdem zwei Oligarchen von der Liste gestrichen wurden, und billigen das größte Sanktionspaket bisher.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben einen diplomatischen Streit beigelegt und die Sanktionen gegen fast 3.000 Personen und Einrichtungen mit Verbindungen zu Russlands Invasion in der Ukraine verlängert.

Der Konsens kam zustande, nachdem sich die Mitgliedstaaten darauf verständigt hatten, den Stahlmagnaten Alisher Usmanov und den Banker Mikhail Fridman von der Liste zu streichen und damit Forderungen Frankreichs, der Slowakei und Luxemburgs zu erfüllen. Die zeitweilige Blockade hatte das automatische Auslaufen des gesamten Sanktionsrahmens drohen lassen, der alle sechs Monate der einstimmigen Zustimmung aller 27 EU-Staaten bedarf.

Gleichzeitig billigten die in Luxemburg tagenden EU-Außenminister das bislang größte Sanktionspaket des Bündnisses. Die neuen Maßnahmen richten sich gegen Russlands militärische Lieferketten und wirtschaftliche Vermögenswerte und stärken die europäische Unterstützung für Kyiv.

Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.

Wie Medien es bewerteten

    • Der Standard Zustimmend Rahmte die neuen Sanktionen als wichtige europäische Unterstützung für die Ukraine nach diplomatischen Spannungen zwischen Kiew und Washington ein.
    • Correctiv Kritisch Betonte das Risiko, dass interne EU-Streitigkeiten und Verfahrensfristen dazu führen würden, dass prominente russische Oligarchen von Streichungen profitieren.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf internes politisches Feilschen und warnte, dass politische Rangeleien prominente russische Oligarchen begünstigen könnten.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Rekord-Sanktionspaket als entscheidende europäische Unterstützung für Kiew nach dem diplomatischen Zerwürfnis mit Washington.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das Vorgehen der EU als wichtiges Zeichen europäischer Solidarität mit Kiew nach politischen Verschiebungen in Washington ein.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die interne diplomatische Blockade durch Mitgliedstaaten, die Ausnahmen für bestimmte Oligarchen forderten.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf den hart erkämpften Kompromiss, der die umfassendere Verlängerung der Sanktionen durch die Verschonung zweier Wirtschaftsführer ermöglichte.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Sanktionsentscheidung als wesentliche europäische Solidarität und Unterstützung für die Ukraine angesichts geopolitischer Spannungen mit Washington ein.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die anfängliche diplomatische Blockade und politische Streitigkeiten unter den Mitgliedstaaten über Oligarchen-Ausnahmen.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das umfassendere Sanktionspaket als starke europäische Geste der Unterstützung für die Ukraine angesichts sich verändernder internationaler Dynamiken.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich analytisch auf die harten diplomatischen Verhandlungen, die erforderlich waren, um bestimmte Oligarchen zu streichen und die Einstimmigkeit der EU zu wahren.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das umfassendere Sanktionspaket als einen wichtigen Rekordversuch Europas ein, nach politischen Verschiebungen in Washington an der Seite Kyjiws zu stehen.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte die internen diplomatischen Reibungen und die anfängliche Blockade der Verlängerung aufgrund der Forderungen der Mitgliedstaaten nach Ausnahmen für Oligarchen.
    • FAZ Vorsichtig Rahmte das Ergebnis um die erheblichen politischen Zugeständnisse ein, damit zwei russische Oligarchen von den laufenden Sanktionen verschont bleiben.
    • Der Standard Zustimmend Betonte den historischen Umfang des in Luxemburg gebilligten neuen Sanktionspakets als wichtige europäische Unterstützung für die Ukraine.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket der EU als zentrale Initiative zur Unterstützung der Ukraine inmitten geopolitischer Unsicherheit ein.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als entscheidende europäische Unterstützung für die Ukraine nach einem diplomatischen Zerwürfnis zwischen Kyjiw und Washington ein.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte interne Blockaden der EU und diplomatische Reibungen, die durch Forderungen nach Streichung bestimmter Oligarchen aus dem Sanktionsregister entstanden.
  • 26. Okt. 2026, 14:00 UTC
    • Der Standard Zustimmend Stellte das neue Rekord-Sanktionspaket als starke europäische Solidarität mit Kyiv nach politischen Verschiebungen in den USA dar.
    • FAZ Vorsichtig Betonte die intensiven politischen Reibungen und Zugeständnisse, die nötig waren, um zwei prominente russische Oligarchen zu verschonen.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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