EU verlängert Russland-Sanktionen nach Kompromiss zur Streichung zweier Oligarchen

EU verlängert Russland-Sanktionen nach Kompromiss zur Streichung zweier Oligarchen
Foto: Correctiv

Die EU-Mitgliedstaaten haben die Sanktionen gegen rund 3.000 russische Personen und Organisationen verlängert, nachdem sie sich auf die Streichung von Alisher Usmanov und Mikhail Fridman geeinigt haben.

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben einen Blockade bei der Verlängerung der Sanktionen gegen rund 3.000 russische Personen und Organisationen aufgelöst. Der Einigung gingen intensive Verhandlungen voraus, in denen Frankreich, die Slowakei und Luxemburg die Streichung des Stahlmagnaten Alisher Usmanov und des Bankiers Mikhail Fridman forderten. Nach den EU-Regeln, die alle sechs Monate eine einstimmige Zustimmung erfordern, verlängerten die Diplomaten die Frist, um ein vollständiges Auslaufen der Maßnahmen zu verhindern.

Um den übergeordneten Rahmen zu sichern, stimmten die Mitgliedstaaten letztlich der Streichung beider Personen von der Liste zu. Gleichzeitig billigten die in Luxemburg tagenden EU-Außenminister ein umfassendes neues Paket, das auf russische Militärversorgungslinien und industrielle Kapazitäten abzielt. Die weitergehenden Maßnahmen sollen den Druck auf Moskau angesichts sich wandelnder diplomatischer Dynamiken zwischen Washington und Kiew aufrechterhalten.

Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.

Wie Medien es bewerteten

    • FAZ Vorsichtig Rahmte das Ergebnis um die erheblichen politischen Zugeständnisse ein, damit zwei russische Oligarchen von den laufenden Sanktionen verschont bleiben.
    • Der Standard Zustimmend Betonte den historischen Umfang des in Luxemburg gebilligten neuen Sanktionspakets als wichtige europäische Unterstützung für die Ukraine.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket der EU als zentrale Initiative zur Unterstützung der Ukraine inmitten geopolitischer Unsicherheit ein.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als entscheidende europäische Unterstützung für die Ukraine nach einem diplomatischen Zerwürfnis zwischen Kyjiw und Washington ein.
    • Tagesschau Vorsichtig Betonte interne Blockaden der EU und diplomatische Reibungen, die durch Forderungen nach Streichung bestimmter Oligarchen aus dem Sanktionsregister entstanden.
    • Der Standard Zustimmend Stellte das neue Rekord-Sanktionspaket als starke europäische Solidarität mit Kyiv nach politischen Verschiebungen in den USA dar.
    • FAZ Vorsichtig Betonte die intensiven politischen Reibungen und Zugeständnisse, die nötig waren, um zwei prominente russische Oligarchen zu verschonen.
    • Der Standard Zustimmend Stellte das Rekord-Sanktionspaket als zentrale Anstrengung Europas dar, in einer Zeit der Not an der Seite der Ukraine zu stehen.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die intensiven Verhandlungen und diplomatischen Zugeständnisse, die dazu führten, dass zwei Oligarchen von der Liste gestrichen wurden.
    • Der Standard Zustimmend Stellte das neue Sanktionspaket als entscheidende europäische Unterstützung für die Ukraine angesichts nachlassender amerikanischer Unterstützung dar.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf den hart erkämpften diplomatischen Kompromiss in Brüssel, der die Verlängerung der individuellen Sanktionen ermöglichte.
    • Correctiv Skeptisch Hob Bedenken hervor, dass russische Oligarchen von diplomatischen Kompromissen bei der Sanktionsliste profitieren könnten.
    • Der Standard Zustimmend Betonte Europas Initiative, die Unterstützung für Kyiv durch ein rekordverdächtiges Sanktionspaket zu stärken.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich darauf, wie interne politische Rangeleien russische Oligarchen zu potenziellen Nutznießern der EU-Sanktionsverhandlungen machten.
    • Der Standard Zustimmend Stellte das Rekord-Sanktionspaket als wichtigen Ausdruck europäischer Solidarität mit Kiew in einem kritischen geopolitischen Moment dar.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als entschlossene europäische Unterstützung für Kiew nach diplomatischen Spannungen zwischen der Ukraine und Washington ein.
    • Tagesschau Neutral Betonte die anfängliche diplomatische Blockade und Verfahrensverzögerungen im Zusammenhang mit der Einstimmigkeitsanforderung für individuelle Sanktionen.
  • 27. Okt. 2026, 07:00 UTC
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das umfassendere Treffen um die Verabschiedung des größten Sanktionspakets der EU zur Unterstützung der Ukraine.
    • Correctiv Kritisch Betonte, wie interne EU-Streitigkeiten über Sanktionsverlängerungen prominenten russischen Oligarchen zugutekommen könnten.
    • Der Standard Zustimmend Betonte die neuen Maßnahmen als historisches Unterstützungspaket für die Ukraine als Reaktion auf nachlassende US-Unterstützung.
    • FAZ Vorsichtig Konzentrierte sich auf den schwierigen politischen Kompromiss und die Zugeständnisse, die zur Rettung der umfassenderen Sanktionsliste notwendig waren.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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