Deutsche und US-Unternehmen melden Rekordgewinne trotz Beschäftigungsdruck

Nexus Europa Redaktion
Deutsche und US-Unternehmen melden Rekordgewinne trotz Beschäftigungsdruck
Foto: FAZ

Deutsche und US-Unternehmen melden Rekordgewinne im zweiten Quartal, während Beschäftigung und Lohnquoten unter Druck geraten. DAX-Gewinne steigen um 16 Prozent, US-Vorsteuergewinne erreichen 4,8 Billionen Dollar.

Große börsennotierte Unternehmen in Deutschland und den USA verzeichneten im zweiten Quartal Rekordgewinne, obwohl die inländische Beschäftigung und die Lohnquote unter Druck gerieten.

Laut einer EY-Analyse steigerten die 40 DAX-Unternehmen ihre operativen Gewinne um fast 16 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro, gestützt durch starke internationale Geschäfte. Allerdings bauen insbesondere die Industriesektoren, vor allem die Automobilbranche, weiterhin Zehntausende inländische Arbeitsplätze ab. Mit Verweis auf diesen wirtschaftlichen Druck argumentierten Unternehmerpersönlichkeiten wie Nikolas Stihl, dass sich Deutschland die übliche 35-Stunden-Woche nicht mehr leisten könne.

Ein ähnlicher Trend zeigte sich in den USA, wo die Vorsteuergewinne der Unternehmen mit 4,8 Billionen Dollar einen Rekordwert erreichten und 18 Prozent des Nationaleinkommens ausmachten. Gleichzeitig fiel der Anteil der Arbeitnehmereinkommen auf 60 Prozent – der niedrigste Stand seit den 1950er-Jahren.

Quellen: Der Spiegel, FAZ, Der Standard, Tagesschau.

Wie Medien es bewerteten

    • Der Spiegel Kritisch Betonte den scharfen Kontrast zwischen Rekordunternehmensgewinnen und gleichzeitigen Personalreduzierungen im Inland.
    • Tagesschau Neutral Analysierte, wie Rekordergebnisse der Top-Unternehmen mit beschleunigten Beschäftigungsverlusten in Schlüsselsektoren wie der Automobilindustrie koexistieren.
    • FAZ Vorsichtig Hob hervor, dass Wirtschaftsführer argumentieren, die traditionelle 35-Stunden-Woche sei wirtschaftlich nicht mehr tragfähig.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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