Deutsche Behörden untersuchen geheimes Waffenlager und Drohnenvorfall im Zusammenhang mit russischem Geheimdienst

Deutsche Behörden untersuchen geheimes Waffenlager und Drohnenvorfall im Zusammenhang mit russischem Geheimdienst
Foto: Correctiv

Deutsche Sicherheitsbehörden untersuchen mehr als 100 Fälle mutmaßlicher hybrider Kriegsführung, darunter ein Waffenlager in Berlin und einen Drohnenvorfall in Leipzig, die mit russischen Geheimdiensten in Verbindung gebracht werden.

Deutsche Sicherheitsbehörden untersuchen weiterhin mehr als 100 mutmaßliche Fälle von hybrider Kriegsführung, die von ausländischen Staaten unterstützt wird, wobei der Hauptverdacht auf den russischen Geheimdiensten liegt.

Nach Ermittlungsberichten entdeckten Strafverfolgungsbehörden im Spätsommer 2023 in einem Wald nahe der Landesgrenze zu Berlin ein verstecktes Lager mit zwei geladenen Pistolen. Geheimdienstler glauben, dass die Schusswaffen im Auftrag russischer Agenten für mögliche physische Angriffe oder "kinetische Operationen" hinterlegt wurden.

Die Behörden bewerten außerdem einen Vorfall im August am Flughafen Leipzig, bei dem eine mit hochexplosivem Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe von vier ukrainischen Transportflugzeugen nicht detonierte. Das Innenministerium bezeichnete das Ereignis als "hybriden Angriffsversuch". Weitere mutmaßliche Operationen, die geprüft werden, umfassen Sabotage an der Bahn, beschädigte Unterwasserinfrastruktur und staatlich unterstützte Desinformationskampagnen, die darauf abzielen, demokratische Institutionen zu destabilisieren.

Quellen: Correctiv, Der Standard, Die Zeit, FAZ, Tagesschau

Wie Medien es bewerteten

    • Der Standard Zustimmend Rahmte die Entscheidung als Europas Schritt ein, Kiew mit einem wegweisenden Sanktionspaket zu unterstützen.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die zähen diplomatischen Verhandlungen, die zur Streichung zweier prominenter russischer Oligarchen führten.
    • Der Standard Zustimmend Betonte die Einigung als ein wichtiges Sanktionspaket in Rekordgröße, das die europäische Solidarität mit Kyiv demonstriert.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die diplomatischen Verhandlungen, die dazu führten, dass zwei prominente russische Geschäftsleute von Sanktionen verschont blieben.
    • Der Standard Zustimmend Betonte Europas entschlossenen Schritt, Kyjiw in einem schwierigen diplomatischen Moment mit einem Rekordpaket zu unterstützen.
    • Correctiv Kritisch Konzentrierte sich auf politisches Feilschen, das prominenten russischen Oligarchen durch ihre Streichung von den Sanktionen zugutekam.
    • Der Standard Zustimmend Rahmte das neue Sanktionspaket als kritische europäische Anstrengung ein, die Ukraine angesichts wachsender internationaler Unsicherheit zu unterstützen.
    • FAZ Neutral Konzentrierte sich auf die intensiven diplomatischen Verhandlungen in Brüssel, die zur Streichung zweier Oligarchen führten, um einen Konsens zu sichern.
    • Der Standard Zustimmend Betonte Europas rekordgroßes Sanktionspaket als entscheidenden Schritt zur Unterstützung der Ukraine angesichts internationaler politischer Unsicherheit.
    • Tagesschau Vorsichtig Konzentrierte sich auf diplomatischen Widerstand und Verzögerungen durch Mitgliedstaaten, die Ausnahmen für bestimmte russische Oligarchen anstrebten.
    • Correctiv Kritisch Rahmte die Verhandlungen als beunruhigende Konzession ein, die zwei russischen Oligarchen direkt zugutekommt.
    • Der Standard Zustimmend Hob das Rekord-Sanktionspaket als wichtiges Zeichen europäischer Solidarität mit der Ukraine hervor.
    • FAZ Vorsichtig Konzentrierte sich auf den schwierigen Kompromiss und die politischen Manöver, die zur Verlängerung der Sanktionsliste erforderlich waren.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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