Anschlag auf Berliner Christopher Street Day-Parade entfacht Debatte über Sicherheitsmaßnahmen gegen Islamisten

Ein tödlicher Anschlag auf die Berliner Christopher Street Day-Parade hat die Debatte über Sicherheitsmaßnahmen gegen islamistische Gefährder neu entfacht.
Ein tödlicher Anschlag auf die Christopher Street Day-Parade in Berlin hat die Debatte in Deutschland und Österreich über den Umgang mit als islamistische Gefährder eingestuften Personen neu entfacht. Der 21-jährige Tatverdächtige, der zuvor vom deutschen Verfassungsschutz als gefährlich eingestuft worden war, soll eine Frau getötet und 29 Menschen verletzt haben.
Das Bundeskriminalamt führt derzeit bundesweit 410 islamistische Gefährder. Nach dem Vorfall forderten Sicherheitsexperten in Österreich strengere Maßnahmen nach der Haftentlassung, darunter elektronische Fußfesseln und dauerhafte Überwachung.
Der Anschlag hat zudem Lücken in der Präventionsarbeit offenbart, da der Tatverdächtige für eine Deradikalisierungsbeurteilung vorgesehen war, die erst Tage nach dem Vorfall hätte stattfinden sollen. Beamte in beiden Ländern berichten von einer wachsenden Bedrohung durch politischen und religiösen Extremismus.
Quellen: Der Standard, FAZ.