UN erzielt Konsens über Definition autonomer Waffen, während Deutschland KI-Strategie entwickelt
128 UN-Mitgliedstaaten einigen sich auf eine Definition autonomer Waffen; Deutschland setzt auf eigene KI-Plattform und lehnt Palantir-Software ab.
Internationale Bemühungen zur Regulierung tödlicher autonomer Waffen machten in Genf Fortschritte, als sich 128 UN-Mitgliedstaaten auf eine formale Definition solcher Systeme einigten. Der Meilenstein fällt mit Warnungen der UN und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zusammen, die davor warnten, die Menschheit sei "dangerously close to crossing a moral red line", wenn Maschinen autonom auf Menschen zielen.
Gleichzeitig passen nationale Verteidigungsstrategien sich an KI-Fähigkeiten an. Das deutsche Verteidigungsministerium stellte klar, dass die letztendliche Befehlsgewalt über militärische Gewalt bei menschlichen Operatoren bleibt, wenngleich Waffensysteme in bestimmten operativen Kontexten teilautonome Funktionen einsetzen können. Um technologische Souveränität zu gewährleisten, lehnte die Bundeswehr Software des US-Anbieters Palantir ab und entschied sich für die Entwicklung einer eigenen KI-Plattform zur Echtzeit-Aufklärungsanalyse.
Quellen: Correctiv, Der Spiegel, Der Standard, Die Zeit, ESUT.



