
Ukraine fordert mehr Luftverteidigung angesichts von Raketenmangel und EU-Fortschritten
Selenskyj fordert mehr Luftverteidigung, da die Abfangraketenlieferungen 2026 auf ein Drittel des Vorjahres sinken. Die EU zahlt 1,4 Milliarden Euro aus und Kiew erfüllt Kriterien für vier neue Verhandlungskapitel.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die westlichen Partner aufgefordert, die Luftverteidigungsunterstützung zu erhöhen, und dabei offengelegt, dass die Lieferungen von Abfangraketen im Jahr 2026 auf ein Drittel des Niveaus von 2025 gesunken sind. In einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte Selenskyj die Dringlichkeit, zusätzliche Abfangsysteme zu sichern, da russische Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew und wichtige südliche Häfen zunehmen.
Trotz des wachsenden militärischen Drucks meldete Kiew Fortschritte auf diplomatischer und finanzieller Ebene. Selenskyj erklärte, die Ukraine habe alle notwendigen Kriterien erfüllt, um vier weitere Verhandlungskapitel für den EU-Beitritt zu eröffnen. Gleichzeitig zahlte die EU eine fünfte Tranche in Höhe von 1,4 Milliarden Euro zur Unterstützung der ukrainischen Verteidigungsbeschaffung aus. Die Mittel stammten aus Zinsen, die auf eingefrorene Vermögenswerte der russischen Zentralbank in der ersten Hälfte des Jahres 2026 angefallen waren.
Quellen: Digi24, Economedia, HotNews, Moldova1, Ziarul de Gardă.


