
Türkische Menschenrechtsgruppen veröffentlichen Daten zu geschlechtsspezifischer Gewalt im August – Mordprozess in Siirt geht weiter
Türkische Menschenrechtsgruppen veröffentlichen August-Daten zu geschlechtsspezifischer Gewalt: 22 Femizide und 33 verdächtige Todesfälle; in Siirt wurde eine Anklage im Fall einer getöteten vierfachen Mutter angenommen.
Türkische Menschenrechtsorganisationen und Medien haben aktualisierte Statistiken zu geschlechtsspezifischer Gewalt im August veröffentlicht. Daten der Plattform „We Will Stop Femicide“ verzeichnen 22 Femizide und 33 verdächtige Todesfälle von Frauen; 55 Prozent der Opfer seien in ihren eigenen vier Wänden getötet worden. Das Nachrichtenportal Bianet dokumentierte im selben Zeitraum landesweit mindestens 25 getötete und 71 verletzte Frauen.
Parallel dazu schritten die Gerichtsverfahren in Siirt voran: Das 1. Schwurgericht (1st High Criminal Court) nahm eine Anklage an, die fünf Personen im Zusammenhang mit dem Verschwinden und dem Tod einer vierfachen Mutter im Jahr 2024 zur Last gelegt wird. Die Staatsanwaltschaft stützte sich nach langwierigen Ermittlungen auf digitale Spuren, Telekommunikationsdaten und Kennzeichen-Trackingdaten, um den Mord an der Frau nachzuweisen.
Quellen: Bianet, Cumhuriyet, TRT Haber



