
Spannungen um Migrantenansturm auf Ceuta eskalieren – europäische Zahlen weichen ab
Europäische Medien berichten unterschiedlich über die Migrantenkrise in Ceuta. Spanien setzt Militär ein, Italien fordert Schengen-Ausschluss.
Die europäische Berichterstattung über die Grenzkrise in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta zeigt weiterhin erhebliche Abweichungen bei den Angaben zu Ankünften und Opfern. Während El Mundo von rund 20.000 Ankünften berichtete, bezifferte Corriere della Sera die Zahl auf 50.000 mit über 40 Toten, und das tschechische Medium Respect verwies auf Schätzungen von bis zu 60.000 Menschen und 34 Ertrunkenen.
Die Krise hat in ganz Europa heftige politische Spannungen ausgelöst. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez setzte nach stundenlangem Chaos an der Grenze Militärkräfte ein, während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Lage als "unacceptable" bezeichnete. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ergriff derweil Schritte, um Spaniens Aussetzung aus dem Schengen-Raum zu beantragen.
In Spanien wiesen Berichte darauf hin, dass beim Beginn des Grenzansturms zunächst nur 55 Beamte an der Frontlinie stationiert waren.
Quellen: Corriere della Sera, Die Presse, El Mundo, Respect



