
Spanische Behörden verstärken Sicherheit in Ceuta angesichts widersprüchlicher Migrantenschätzungen
Spanien verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen in Ceuta nach einem Grenzdurchbruch. Die Schätzungen über die Zahl der Migranten gehen weit auseinander.
Die spanischen Behörden haben die Militär- und Polizeipräsenz rund um Ceuta nach einem jüngsten Grenzdurchbruch bei El Tarajal verstärkt. Das spanische Innen- und Verteidigungsministerium haben drei Marineschiffe vor der Küste stationiert und zusätzliche Bereitschaftspolizisten entsandt, während die ersten Asylanträge bearbeitet werden und sich die Grenzoperationen normalisieren.
Weiterhin bestehen Diskrepanzen hinsichtlich des Ausmaßes des Zustroms. Die Regierung in Madrid schätzt, dass sich noch 2.500 Migranten in der Enklave aufhalten, darunter etwa 500 unbegleitete Minderjährige. Im Gegensatz dazu behaupten die lokalen Autonomiebehörden, dass sich 6.000 Migranten dort befinden, während der Präsident von Ceuta, Juan Vivas, die Gesamtzahl der Einreisen auf bis zu 80.000 bezifferte. Auch über Reibungen zwischen den spanischen Ministerien bezüglich militärischer Festnahmen und der diplomatischen Strategie gegenüber Marokko wird berichtet.
Quellen: Canarias7, El Día, El Mundo, La Vanguardia


