
Spanien verstärkt Grenzschutz in Ceuta angesichts Streit über Migrantenzahlen
Spanien verstärkt die Grenzsicherung in Ceuta nach Massenübertritten. Uneinigkeit über die Zahl der verbliebenen Migranten und politische Spannungen zwischen Ministerien.
Die spanischen Behörden haben die Land- und Seesicherheit rund um Ceuta nach den jüngsten Massenübertritten an der Grenze verstärkt und die Fregatten Navarra und Santa María sowie zusätzliche Bereitschaftspolizisten entsandt. Militäreinheiten, darunter die Spanische Legion, haben bei der Erfassung und Rückführung von Migranten an die Grenze geholfen, während die Behörden begonnen haben, etwa zwanzig Asylanträge zu bearbeiten.
Über die verbleibende Migrantenbevölkerung in der Enklave bestehen weiterhin Meinungsverschiedenheiten. Vertreter der Zentralregierung geben an, dass sich noch etwa 2.500 Migranten dort aufhalten, darunter 500 unbegleitete Minderjährige, während die Führung der autonomen Stadt die Zahl auf bis zu 6.000 schätzt. Die Situation hat auch innenpolitische Spannungen zwischen dem spanischen Innen- und Verteidigungsministerium über die operative Koordinierung und den diplomatischen Kurs gegenüber Marokko angeheizt.
Quellen: Canarias7, El Día, El Mundo, La Vanguardia



