
Spanien und Marokko verstärken Grenzsicherung in Ceuta nach Aufrufen in sozialen Medien
Spanien und Marokko erhöhen die Grenzsicherheit in Ceuta nach Aufrufen zu Massenübertritten in sozialen Medien. Mehrere Festnahmen, verstärkte Zäune und humanitäre Hilfe für Migranten.
Die spanischen und marokkanischen Behörden verstärken die Grenzsicherung rund um die spanische Enklave Ceuta, nachdem in sozialen Medien erneut zu koordinierten Massenübertritten am 15. August aufgerufen wurde. Marokkanische Beamte haben mehrere Personen festgenommen, die beschuldigt werden, über anonyme Online-Beiträge zu illegaler Einreise angestiftet zu haben.
Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen folgen auf eine Welle Ende Juli, als falsche Online-Gerüchte Tausende von Migranten zu Grenzdurchbruchsversuchen veranlassten, was zu Dutzenden von Ertrinkungsfällen führte. Die Sicherheitskräfte haben Militärangehörige aus dem Urlaub zurückbeordert und die Grenzzäune verstärkt, um weitere unerlaubte Einreisen zu verhindern.
In der Zwischenzeit befinden sich weiterhin Hunderte von Migranten an den örtlichen Stränden und erhalten humanitäre Hilfe. Die Einwohner von Ceuta haben ihre Frustration über die anhaltende Belastung zum Ausdruck gebracht und beschuldigen rechtspopulistische Politiker, die Krise auszunutzen.
Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.



