
Spanien und Ceuta streiten über Migrantenzahlen, während Sicherheitskräfte neue Übertritte erwarten
Spanien und Ceuta streiten über die Zahl der Migranten in der Enklave. Die Sicherheitskräfte bereiten sich auf neue Übertritte vor, während die Regierung mit internen Spannungen kämpft.
Die spanischen Zentralbehörden und die lokalen Führungskräfte in Ceuta sind sich weiterhin uneinig über das Ausmaß der jüngsten Migrantenübertritte über die El-Tarajal-Mole. Regierungsbeamte schätzen, dass sich derzeit 2.500 Personen, darunter 500 unbegleitete Minderjährige, in der Enklave aufhalten. Lokale Angaben belaufen sich dagegen auf 6.000, während der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, zuvor von bis zu 80.000 Ankünften sprach.
Die Situation hat zu administrativen Spannungen in Madrid geführt. Ein Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung des Nationalen Sicherheitsdepartements wurde entlassen, nachdem er eine unbestätigte Zahl von 49.000 Ankünften veröffentlicht hatte. Zudem sind Reibungen zwischen dem Innen- und dem Verteidigungsministerium über Sicherheitsoperationen aufgetreten. In der Zwischenzeit bereiten sich die Sicherheitskräfte auf mögliche weitere Durchbrüche vor, nachdem ein Bericht der Guardia Civil vor einem "realen Risiko" eines weiteren Massenübertritts am 15. August gewarnt hat.
Quellen: Canarias7, El Día, El Mundo, La Vanguardia


