
Spanien entsendet Militär nach Ceuta: Grenzzustrom entfacht Schengen-Debatte
Spanien schickt 60 Soldaten nach Ceuta, nachdem tausende Migranten die Grenze überquert haben. Italien fordert den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum.
Das spanische Innenministerium hat 60 Militärangehörige entsandt, um die Polizeikräfte in Ceuta zu verstärken, nachdem tausende Migranten aus Marokko in die nordafrikanische Enklave geschwommen waren. Die örtlichen Behörden in Ceuta hatten Madrid aufgefordert, den Notstand auszurufen, um die Lage am Strand von Tarajal in den Griff zu bekommen. Wie die Nachrichtenagentur FENA berichtet, kamen bei den Überquerungsversuchen mindestens neun Menschen ums Leben.
Der Zustrom hat diplomatische Reaktionen in der Europäischen Union ausgelöst. Der italienische Außenminister Antonio Tajani sprach sich dafür aus, Spanien aus der Freizügigkeitszone auszuschließen, und erklärte, er unterstütze "closing the Schengen border with Spain" nach dem Grenzdurchbruch. Die entsandten spanischen Truppen werden die örtlichen Sicherheitskräfte bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und der Sicherung des Territoriums unterstützen.
Quellen: Danas, FENA, N1, Tanjug

