
Serbien: Vorgezogene Parlamentswahl – Studentenbewegung fordert Vučić heraus
Serbien hat bei vorgezogenen Parlamentswahlen gewählt – die größte Herausforderung für Präsident Vučić und seine SNS seit 2012, getragen von einer Studentenbewegung.
In Serbien haben die Bürger bei vorgezogenen Parlamentswahlen ihre Stimme abgegeben. Die Abstimmung stellt die bislang größte Herausforderung für Präsident Aleksandar Vučić und seine regierende Serbische Fortschrittspartei (SNS) seit 2012 dar. Getragen von einer massiven Jugend- und Studentenbewegung, die sich nach dem tödlichen Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad formiert hatte, versuchten die Oppositionskandidaten, fast zwei Jahre andauernde regierungsfeindliche Proteste direkt in Wahlergebnisse umzumünzen.
Wahlbeobachter meldeten eine außergewöhnlich hohe Wahlbeteiligung im ganzen Land. Analysten bezeichneten die Abstimmung als die ungewisseste Wahl in Serbien seit über einem Jahrzehnt; Umfragen deuteten auf ein enges Rennen zwischen der Regierungspartei und den Oppositionslisten hin. Jugendorganisatoren und Oppositionsvertreter äußerten jedoch anhaltende Bedenken wegen möglicher Wahlfälschung und Stimmenmanipulation durch die Regierungspartei.
Quellen: Balkan Insight, Bloomberg, Cyprus Mail, OCCRP, Politico Europe.



