
Russische Opposition sieht sich vor den Wahlen mit einem harten Vorgehen konfrontiert, während die Spannungen im In- und Ausland zunehmen
Russland verschärft die Repressionen vor den Parlamentswahlen, verbietet die Partei Jabloko und verurteilt Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft. Ängste vor Wehrpflicht und fehlende Nachfolgestrategie für Putin verstärken die Spannungen.
Die russischen Behörden verschärfen die innenpolitische Repression vor den Parlamentswahlen im nächsten Monat, verbieten die Antikriegspartei Jabloko und verurteilen den Politiker Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft. Das Vorgehen fällt in die traditionelle Periode des "Schwarzen Augusts" in Russland, die von politischer und wirtschaftlicher Volatilität geprägt ist.
Im Inland wachsen die Ängste vor einer Wehrpflicht nach den Wahlen, was einige Bürger dazu veranlasst, Vermögenswerte zu verkaufen und das Land zu verlassen, nachdem die Armee schwere Verluste in der Ukraine erlitten hat. Gleichzeitig bestehen langfristige Stabilitätssorgen fort, da es an einer formellen Nachfolgestrategie für den 73-jährigen Präsidenten Wladimir Putin mangelt. Im Ausland warnen westliche Geheimdienste, dass Moskau in den kommenden Jahren die Kohäsion der NATO durch hybride Taktiken, Cyberangriffe oder begrenzte militärische Einfälle testen könnte.
Quellen: Avaz, Danas, Index, Klix, Vijesti


