Rekordhitze und Dürre legen europäische Energie- und Verkehrsnetze lahm
Rekordhitze und Dürre stören europäische Energie- und Verkehrsnetze: Waldbrände, niedrige Flusspegel und Kraftwerksdrosselungen verursachen Schäden in Milliardenhöhe.
Westeuropa erlebt den wärmsten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen, begleitet von beispiellosen globalen Meeresoberflächentemperaturen von 20,96 Grad Celsius im Juli. Die anhaltende Hitze und die schwere Dürre haben auf dem gesamten Kontinent zu erheblichen Störungen geführt.
In Westdeutschland evakuierten Einsatzkräfte über 2.000 Anwohner aus Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen, nachdem sich ein Waldbrand bis auf 200 Meter an Wohngebiete herangearbeitet hatte. Gleichzeitig haben kritisch niedrige Flusspegel die Binnenschifffahrt beeinträchtigt und Atomkraftwerke in Rumänien und Ungarn gezwungen, ihre Leistung zu drosseln oder Reaktoren abzuschalten. Die rumänische Marine führte kontrollierte Unterwassersprengungen auf der Donau durch, um Kühlwasser zu einem aktiven Kraftwerk umzuleiten. Analysten schätzen, dass Transportunterbrechungen und Stromengpässe Mitteleuropa im dritten Quartal bis zu zwei Milliarden Euro kosten könnten.
Quellen: Diário de Notícias (DN), Expresso, Expresso das Ilhas, Jornal Económico, RTP (Rádio e Televisão de Portugal)


