
Migrantenansturm auf Ceuta löst politisches Beben in Europa und Schengen-Streit aus
Der Migrantenansturm auf Ceuta löst eine europäische Krise aus. Spanien setzt Militär ein, Italien fordert Schengen-Suspension – und die Ankunftszahlen sind umstritten.
Die Grenzkrise in der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta hat nach einem massiven Zustrom von Migranten aus Marokko schwere politische Spannungen in ganz Europa ausgelöst. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez setzte nach stundenlangem Chaos Militärkräfte ein, bezeichnete den Vorfall als Verletzung der nationalen Souveränität und kündigte sofortige Rückführungen an. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die Lage "unacceptable", während Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Schritte einleitete, um Spaniens Ausschluss aus dem Schengen-Raum zu beantragen.
Inländische Berichte von El Mundo wiesen auf erhebliche Schwachstellen im Grenzmanagement hin und stellten fest, dass zunächst nur 55 Beamte die Frontlinie bewachten. Die Berichte der Medienhäuser weichen weiterhin stark bei den Zahlen zu Todesopfern und Ankünften ab, mit Schätzungen zwischen 20.000 und 60.000 Menschen und bis zu 40 Toten.
Quellen: Corriere della Sera, Die Presse, El Mundo, Respect.



