
Meinungsverschiedenheiten über Zahlen und Reaktion auf die Grenzkrise in Ceuta verschärfen sich
Sechs Tage nach der Grenzkrise in Ceuta sind sich die spanischen Behörden uneinig über die Zahlen und die Reaktion. Lokale Beamte berichten von bis zu 88 Todesfällen, während die Zentralregierung von 2.500 verbleibenden Migranten spricht.
Sechs Tage nach einem Massenversuch, die Grenze bei El Tarajal zu überqueren, sind sich die spanischen Behörden weiterhin uneinig über Ausmaß und Auswirkungen der Krise in Ceuta. Vertreter der Zentralregierung erklären, dass sich derzeit 2.500 Migranten, darunter 500 unbegleitete Minderjährige, in der autonomen Stadt aufhalten. Die lokalen Behörden schätzen jedoch, dass 6.000 Personen verbleiben, und gehen davon aus, dass die Gesamtzahl der Einreiseversuche bis zu 80.000 betrug.
Die humanitären Bedenken wachsen, während die Zahl der gemeldeten Todesfälle steigt. Lokale Beamte berichten von bis zu 88 Todesfällen, was die Guardia Civil veranlasste, ein spezialisiertes Büro für Vermisste einzurichten. Berichten zufolge haben auch Militärangehörige Gruppen in der Nähe des Grenzzauns festgenommen, um sie sofort zurückzuführen.
Die Krise hat in Madrid zu internen politischen Spannungen geführt und die Gräben zwischen Innen- und Verteidigungsministerium vertieft. Darüber hinaus entließ die Zentralverwaltung einen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdepartements wegen "Vertrauensverlusts" nach der Veröffentlichung einer unbestätigten Warnung.
Quellen: Canarias7, El Día, El Mundo, La Vanguardia



