
Marokko macht Online-Desinformation für Grenzandrang in Ceuta verantwortlich, während Befürchtungen vor neuen Übertritten wachsen
Marokko macht Online-Desinformation für den Grenzandrang in Ceuta verantwortlich. Festnahmen wegen geplanter neuer Übertritte am 15. August. Hunderte Migranten gestrandet.
Die marokkanischen Behörden haben den Grenzandrang von Zehntausenden Migranten Ende Juli in Richtung der spanischen Enklave Ceuta auf weit verbreitete Desinformation in den sozialen Medien zurückgeführt. Die Sicherheitskräfte in Marokko haben mehrere Verdächtige festgenommen, denen vorgeworfen wird, über Online-Plattformen zu neuen koordinierten Massenübertritten angestiftet zu haben, die für den 15. August geplant sind.
Der anfängliche Ansturm, der durch trügerische digitale Versprechungen angeheizt wurde, führte zu zahlreichen Ertrinkungsfällen, wobei die Opferzahlen umstritten bleiben und die Berichte von über 70 bis zu mehr als 100 Todesfällen reichen. Ceuta bleibt unter erheblicher logistischer und humanitärer Belastung, da Hunderte gestrandete Migranten Schutz an den örtlichen Stränden suchen, während die lokale Bevölkerung wachsende Frustration über die Krise und ihre politischen Auswirkungen äußert.
Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.

