
Kroatisches Parlament debattiert über Gefahrstoffentsorgung, während Opposition Misstrauensantrag vorantreibt
Das kroatische Parlament debattiert über illegale Gefahrstoffentsorgung in Lika, während die Opposition ein Misstrauensvotum gegen die Regierung anstrebt. Außerdem: Fortschritte im Prozess um den Mord an Daphne Caruana Galizia und Nachrichtenvermeidung in Kroatien.
Das kroatische Parlament setzte seine außerordentliche Sitzung fort, die von Präsident Zoran Milanović einberufen worden war, um sich mit der illegalen Entsorgung von Gefahrstoffen in der Region Lika zu befassen. Der Umweltstreit verschärfte die politischen Spannungen in Zagreb und veranlasste die oppositionelle Sozialdemokratische Partei, ein Misstrauensvotum gegen die Regierungskoalition aus Kroatischer Demokratischer Union und Heimatbewegung einzuleiten. Die Debatten wurden nach einer ersten 18-stündigen Parlamentssitzung wieder aufgenommen.
In Malta schritt das Verfahren gegen den Geschäftsmann Yorgen Fenech voran, der beschuldigt wird, die Ermordung der investigativen Journalistin Daphne Caruana Galizia im Jahr 2017 geplant zu haben. Die Jury hörte Zeugenaussagen zu ihren Korruptionsermittlungen.
Gleichzeitig ergab eine Auswertung des Digital News Report 2026 des Reuters Institute, dass 63 Prozent der Befragten in Kroatien Nachrichten regelmäßig oder gelegentlich meiden. Damit gehört das Land neben Bulgarien, Griechenland und der Türkei zu den Ländern mit den höchsten Werten weltweit.
Quellen: HRT Vijesti, Index, Klix, Poslovni dnevnik, Tanjug
