
Frankreichs Schulen wechseln nach gewaltsamen Protesten und Blockaden auf Fernunterricht
Frankreichs Behörden ordnen Fernunterricht für 400 bis 500 Gymnasien an, nachdem Schülerproteste in Sachbeschädigungen eskaliert sind. Premierminister Lecornu beruft Krisensitzung ein.
Die französischen Behörden haben 400 bis 500 Gymnasien angewiesen, am Montag auf Fernunterricht umzustellen, nachdem Schülerproteste wegen Bildungsressourcen und Lehrermangels in Sachbeschädigungen eskaliert waren. Bildungsminister Édouard Geffray berichtete, dass 24 Schulen durch Brandstiftung oder schwere Vandalismus-Schäden betroffen seien, darunter ein Feuer, das den Eingang des Nelson-Mandela-Gymnasiums in Nantes zerstörte.
Als Reaktion auf weitreichende Blockaden und Störungen des öffentlichen Nahverkehrs in Städten wie Marseille und Straßburg berief Premierminister Sébastien Lecornu eine interministerielle Krisensitzung ein. Geffray verurteilte den Vandalismus als "entreprise de destruction du service public de l’éducation", während Regierungsvertreter die Eskalation als "violences urbaines" einstuften. Schülergruppen und Bildungsgewerkschaften haben für Dienstag weitere landesweite Demonstrationen und Lehrerstreiks angekündigt.
Quellen: Le Figaro, Le Monde, Le Soir, Libération, RTBF Info.



