
EU-Innenminister planen Krisengespräche, da Zahl der Toten in Ceuta auf 67 steigt
Nach der Ankunft von rund 60.000 Migranten in Ceuta beraten die EU-Innenminister am Dienstag. Die offizielle Zahl der Todesopfer steigt auf 67.
Die Innenminister der Europäischen Union werden sich am Dienstag zu Krisengesprächen treffen, nachdem rund 60.000 Migranten in der spanischen Enklave Ceuta eingetroffen sind. Das Treffen findet statt, während die offizielle Zahl der Todesopfer bei den Überfahrten auf 67 gestiegen ist.
Die Krise hat in ganz Europa für heftige Spannungen gesorgt, nachdem 22 EU-Mitgliedstaaten eine gemeinsame Forderung nach verstärkten Kontrollen an den Außengrenzen gestellt hatten. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte Hardliner-Vorschläge und bezeichnete Forderungen zur Änderung der Regeln für offene Grenzen als "selfish, polarising and unlawful."
Im Inland hat der Notstand zu Auseinandersetzungen zwischen Spaniens Innen- und Verteidigungsministerium über die Kabinettsstrategie und die diplomatischen Beziehungen zu Marokko geführt. Darüber hinaus warnten Beamte der Europäischen Union, dass russische digitale Netzwerke die Lage aktiv durch Taktiken der hybriden Kriegsführung ausnutzen, um die politischen Gräben zwischen den Mitgliedstaaten zu vertiefen.
Quellen: BBC News, Corriere della Sera, El Mundo, FAZ
