
EU-Innenminister berufen Krisentreffen wegen Ceuta-Migrationskrise ein
Die EU-Innenminister berufen Dringlichkeitsgespräche ein, da die Migrationskrise in Ceuta eskaliert. Rund 60.000 Menschen sind angekommen, die Zahl der Todesopfer steigt.
Die Innenminister der Europäischen Union werden am Dienstag zu Dringlichkeitsgesprächen zusammenkommen, um die Migrationskrise in der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta zu bewältigen, wo rund 60.000 Menschen aus Marokko angekommen sind. Spaniens Behörden bestätigten, dass die offizielle Zahl der Todesopfer bei gefährlichen Überfahrten auf dem Seeweg auf 67 gestiegen ist.
Der Zustrom hat in ganz Europa erhebliche politische Spannungen ausgelöst. Ein Bündnis von 22 EU-Mitgliedstaaten forderte gemeinsam eine verstärkte Kontrolle der Außengrenzen. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte daraufhin die harte Linie als "selfish, polarising and unlawful."
In Madrid hat der Notstand einen Riss zwischen Innen- und Verteidigungsministerium offengelegt, was die Regierungsstrategie und die diplomatischen Beziehungen zu Marokko betrifft. Gleichzeitig warnten EU-Beamte, dass russische digitale Netzwerke hybride Kriegsführung betreiben, um das Chaos auszunutzen und die politischen Gräben zwischen den Mitgliedstaaten zu vergrößern.
Quellen: BBC News, Corriere della Sera, El Mundo, FAZ



