
EU beruft Krisensitzung zur Migrationskrise in Ceuta ein – politische Spannungen nehmen zu
Die EU-Innenminister treffen sich zu einer Dringlichkeitssitzung zur Migrationskrise in Ceuta. 22 Mitgliedstaaten fordern strengere Grenzkontrollen, während Spanien politische Isolation und innenpolitische Spannungen erlebt.
Die Lage in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat sich stabilisiert, nachdem rund 60.000 Migranten aus Marokko eingereist waren. Die Behörden bestätigten jedoch, dass die Zahl der Todesopfer auf 67 gestiegen ist.
Vor der für Dienstag angesetzten Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister haben 22 Mitgliedstaaten ein gemeinsames Schreiben unterzeichnet, in dem sie eine strengere Durchsetzung der Außengrenzen fordern. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte diese Maßnahmen und bezeichnete die Reaktionen als "selbstsüchtig, polarisierend und rechtswidrig", während er sich zunehmend politisch isoliert sieht. Im Inland gibt es weiterhin Spannungen in Madrid, wo es zwischen dem Innen- und dem Verteidigungsministerium zu Kabinettsstreitigkeiten über die Politik gegenüber Marokko gekommen ist.
Gleichzeitig warnten EU-Beamte, dass russische digitale Netzwerke hybride Kriegsführung betreiben, um die politischen Auswirkungen in den Mitgliedstaaten zu verstärken.
Quellen: BBC News, Corriere della Sera, El Mundo, FAZ
