
Drumcree-Paradenstreit in Nordirland nach Gerichtsurteil wieder aktuell
Ein Gerichtsurteil zur nordirischen Paradenkommission rückt den lange ruhenden Drumcree-Paradenstreit in Portadown nach fast drei Jahrzehnten wieder in den Fokus.
Ein Gerichtsurteil zur nordirischen Paradenkommission hat den lange ruhenden Drumcree-Paradenstreit nach fast drei Jahrzehnten wieder in den öffentlichen Fokus gerückt. Im Zentrum steht Portadown im County Armagh, wo der Streit auf das seit Langem bestehende Ansinnen des protestantischen Oranier-Ordens zurückgeht, entlang der überwiegend katholischen, nationalistischen Garvaghy Road zu marschieren.
In den späten 1990er-Jahren führte die Pattsituation zu schweren, weit verbreiteten Unruhen, sektiererischer Gewalt und mehreren Todesfällen, bevor sie in ein stilles Patt mündete. Obwohl der Oranier-Orden durchgängig die Genehmigung für den traditionellen Weg beantragte, blieb die Umgebung 28 Jahre lang stabil. Das jüngste richterliche Ergebnis zum Umgang der Kommission mit der Parade hat die Prüfung lokaler Paradenbeschränkungen neu entfacht und bei Kommentatoren Bedenken über mögliche erneute regionale Spannungen geweckt.
Quellen: BBC Northern Ireland, The Guardian



