US-Justizministerium lädt New-York-Times-Reporter wegen anonymer Quellen vor
Das US-Justizministerium hat den freien Journalisten Matthew Cole vorgeladen, um die Quellen für seine Berichterstattung über eine gescheiterte verdeckte Operation in Nordkorea offenzulegen.
Das Justizministerium der Vereinigten Staaten hat den freien investigativen Journalisten Matthew Cole vorgeladen und verlangt die Offenlegung vertraulicher Quellen, die er für seine Berichterstattung für die New York Times genutzt hatte. Wie berichtet, besuchten Agenten der Bundespolizei FBI Cole an seinem Wohnsitz im Rahmen einer Untersuchung zu durchgesickerten Informationen über eine gescheiterte verdeckte US-Operation in Nordkorea.
Dieses Vorgehen ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Bundesbehörden investigative Reporter unter Druck setzen, anonyme Regierungsinformanten hinter kritischer Presseberichterstattung zu identifizieren. Medienfreiheitsaktivisten warnen immer wieder, dass die Vorladung von Journalisten investigative Berichterstattung und den Quellenschutz gefährdet.
Quellen: Die Zeit.