UN warnt vor steigenden Hinrichtungen im Iran und ungeahndeten Femiziden in Afghanistan

UN warnt vor steigenden Hinrichtungen im Iran und ungeahndeten Femiziden in Afghanistan
Foto: RTP (Rádio e Televisão de Portugal)

UN warnt vor steigenden Hinrichtungen im Iran und ungeahndeten Femiziden in Afghanistan.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat seine große Besorgnis über einen starken Anstieg der Hinrichtungen im Iran geäußert, wo seit Mitte März mindestens 56 Menschen hingerichtet wurden. Türk erklärte, die Todesstrafe werde genutzt, um "instill fear in the population and suppress dissent." Einzelfälle wie die Hinrichtung der 24-jährigen Marzieh Neyri, die sich gegen sexuelle Belästigung zur Wehr gesetzt hatte, verdeutlichen strenge rechtliche Hürden, bei denen der Nachweis von Übergriffen vier männliche Zeugen erfordert.

Gleichzeitig deckt eine Untersuchung von 231 Femiziden in Afghanistan eine weit verbreitete Straflosigkeit unter der Taliban-Herrschaft auf. Die Erfassung geschlechtsspezifischer Gewalt wurde nach der Auflösung der Generalstaatsanwaltschaft im Jahr 2023 eingestellt, sodass Täter unbestraft bleiben und staatliche Aufzeichnungen über Todesfälle durch häusliche Gewalt schweigen.

Quellen: Diário de Notícias (DN), Expresso, RTP (Rádio e Televisão de Portugal)

Quellen

Frühere Berichterstattung

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