UN und Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm wegen steigender Hinrichtungen im Iran und Femiziden in Afghanistan

Nexus Europa Redaktion
UN und Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm wegen steigender Hinrichtungen im Iran und Femiziden in Afghanistan
Foto: RTP (Rádio e Televisão de Portugal)

Der UN-Menschenrechtskommissar äußert Besorgnis über die steigende Zahl von Hinrichtungen im Iran, während eine Untersuchung einen Anstieg unbestrafter Femizide in Afghanistan unter den Taliban aufzeigt.

Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, hat seine große Besorgnis über den Anstieg der Todesstrafe im Iran zum Ausdruck gebracht und berichtet von mindestens 56 Hinrichtungen seit Mitte März. Türk erklärte, die iranischen Behörden nutzten die Todesstrafe, um "instill fear in the population and suppress dissent" (Angst in der Bevölkerung zu verbreiten und Dissens zu unterdrücken), insbesondere gegen politische Gegner und drogenbezogene Straftäter.

Gleichzeitig zeigte eine neue Untersuchung von 231 Femizid-Fällen in Afghanistan einen dramatischen Anstieg unbestrafter geschlechtsspezifischer Gewalt unter der Herrschaft der Taliban. Der Bericht ergab, dass die Auflösung der afghanischen Generalstaatsanwaltschaft im Jahr 2023 offizielle Überwachungsmechanismen beseitigte, sodass Täter von Gewalt gegen Frauen nahezu völlig straffrei handeln können. Menschenrechtsaktivisten warnen, dass staatliche Institutionen das Ausmaß dieser Verbrechen aktiv verschleiern.

Quellen: Diário de Notícias (DN), RTP (Rádio e Televisão de Portugal)

Quellen

Frühere Berichterstattung

Teilen