Chef der ukrainischen Antikorruptionsbehörde sieht sich Fälschungsvorwürfen ausgesetzt – Konflikt mit scheidendem Generalstaatsanwalt

Chef der ukrainischen Antikorruptionsbehörde sieht sich Fälschungsvorwürfen ausgesetzt – Konflikt mit scheidendem Generalstaatsanwalt
Foto: OCCRP

Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden und Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch über Vorwürfe der Urkundenfälschung gegen NABU-Chef Semen Krywonos.

Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden und Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko sind in eine scharfe öffentliche Konfrontation geraten, nachdem Krawtschenko strafrechtliche Vorwürfe gegen Semen Krywonos, den Leiter des Nationalen Antikorruptionsbüros (NABU), angekündigt hatte. In einer Videobotschaft warf Krawtschenko Krywonos Urkundenfälschung zum finanziellen Vorteil sowie die Inszenierung einer Scheinadoption vor, um einer Strafverfolgung zu entgehen.

NABU und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) bestritten, dass Krywonos eine förmliche Verdachtsmitteilung zugestellt wurde. Die Behörden bezeichneten Krawtschenkos Behauptungen als Versuch, ihre laufenden Ermittlungen gegen ein kriminelles Netzwerk zu untergraben, an dem amtierende und frühere Abgeordnete sowie hochrangige Beamte aus dem Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj beteiligt sein sollen.

Nach Krawtschenkos Erklärung kamen Berichte auf, wonach er die Ukraine in einem offiziellen Fahrzeug verlassen habe. Präsident Selenskyj ersuchte das Parlament daraufhin, die Entlassung Krawtschenkos zu beschleunigen.

Quellen: NEXTA, OCCRP, Radio Svoboda, The Insider, Ukrainska Pravda

Wie Medien es bewerteten

    • OCCRP Kritisch Stellte Krawtschenkos Schritt als Vergeltungsschlag gegen die Anti-Korruptions-Führung dar, während er selbst unter einem Skandal stehe.
    • Радіо Свобода Neutral Berichtete ausschließlich über die rechtlichen Vorwürfe und Krawtschenkos offizielle Erklärung, ohne redaktionelle Wertung.

Quellen

Frühere Berichterstattung

Teilen